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Neue Studie : Ein Drittel weniger Insekten als vor zehn Jahren

Ach gäbe es doch nur mehr davon: An diesem blühenden Rosmarinzweig tut sich eine Hummel gütlich. Bild: Picture-Alliance

Vor gut zwei Jahren hat eine Krefelder Untersuchung über das Insektensterben für Entsetzen gesorgt. Nun legen Forscher der Technischen Universität Darmstadt nach. Dabei stehen Äcker im Blickpunkt.

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          Dieser Befund ist nicht neu, wird aber durch eine aktuelle Untersuchung erhärtet: In Deutschland finden sich immer weniger Insektenarten. Eine Untersuchung eines internationalen Forschungsteams, an dem auch Wissenschaftler der Technischen Universität Darmstadt beteiligt waren, hat nun gezeigt, dass sich auf vielen Flächen heute etwa ein Drittel weniger Arten finden als noch vor einem Jahrzehnt.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Forscher haben auf 300 Flächen über eine Million Insekten gesammelt und konnten so nachweisen, dass viele der fast 2700 Arten seltener oder in manchen Regionen sogar gar nicht mehr gefunden werden konnten. Davon betroffen seien Waldflächen, aber auch Wiesen und Weiden.

          Schwund auf dem Acker

          Nico Blüthgen, Professor für Ökologische Netzwerke an der TU Darmstadt, sagte, etwa das Mähen von Wiesen mit Kreiselmähern führe zu deinem deutlichen Rückgang der Insektenvielfalt. Den größten Schwund stellten die Forscher auf Flächen fest, die von Ackerflächen umgeben sind.

          Zuvor hatte schon die vielzitierte Krefelder Untersuchung einen erheblichen Insektenschwund nachgewiesen. Seinerzeit war von 75 Prozent weniger Insekten als noch vor einigen Jahren zuvor die Rede gewesen.

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