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Initiative „Tech Academy“ : Mit Facebook gegen Corona

  • -Aktualisiert am

Digital-Dozenten: Lukas Jürgensmeier, Georgios Brussas und Filip Dos Santos (von links) engagieren sich in der „Tech Academy“ Bild: Finn Winkler

Die Studenteninitiative „Tech Academy“ organisiert eine Online-Konferenz zu den Themen Datenschutz und Künstlicher Intelligenz. Ihr Ziel ist es, Studenten aller Fachrichtungen Programmierkenntnisse und den Umgang mit Daten zu vermitteln.

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          Kann Künstliche Intelligenz den Klimawandel bekämpfen? Wie können mit Hilfe sozialer Netzwerke Corona-Ausbrüche vorhergesagt werden? Und welchen Preis sollte die Gesellschaft bereit sein, für technischen Fortschritt zu zahlen? Um diese und andere Fragen geht es auf der Online-Tagung, die die Studenteninitiative „Tech Academy“ zusammen mit dem Career Service der Goethe-Universität und der europäischen Vereinigung der Jurastudenten organisiert.

          „Es wird zu wenig darüber diskutiert, welche Auswirkungen neue Technologien wie Big Data und Künstliche Intelligenz auf unsere Gesellschaft haben“, sagt Filip Dos Santos, „wir wollen solchen großen Fragen mit unserer Tagung eine Bühne bieten“. Unter dem Motto „Can Tech Save the World?“ sollen Studenten, Wissenschaftler, Politiker und Vertreter von Technologiekonzernen am 6. November miteinander ins Gespräch kommen.

          Auf der Rednerliste finden sich bekannte Namen: Außer Digitalministerin Dorothee Bär (CSU), Chris Boos, Mitglied des Digitalrats der Bundesregierung, und Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter für Datenschutz, haben sich Vertreter von SAP, Lufthansa, Facebook und Microsoft angekündigt. Schirmherrin ist Unipräsidentin Birgitta Wolff.

          Die Konferenz dauert von 9 bis 16 Uhr. Eröffnet wird sie durch eine Videobotschaft der Digitalministerin, anschließend folgen Vorträge und Diskussionsrunden rund um das Thema „Privacy vs. Data“. Am Nachmittag können die Teilnehmer zwischen zwölf verschiedenen Vorträgen aus drei gleichzeitig stattfindenden Panels wählen.

          Programmierkenntnisse sollen vermittelt werden

          Die Idee für eine solche Konferenz sei so alt wie die Initiative „Tech Academy“ selbst, sagt Gründungsmitglied Georgios Brussas. Als der Wirtschaftsinformatiker den Verein vor gut zwei Jahren mit zwei Mitstreitern ins Leben rief, war es ihr Ziel, Studenten aller Fachrichtungen Programmierkenntnisse zu vermitteln. „Wir sehen, dass viele Studenten, die nicht aus der Informatik kommen, erst mal Angst davor haben, sich damit auseinanderzusetzen“, sagt Brussas. „Wir wollen die Hürden heruntersetzen.“

          Inzwischen sind mehr als 20 Studenten ehrenamtlich in dem Verein aktiv. In den vergangenen vier Semestern haben knapp 200 Studenten ihre Kurse besucht. Im Mittelpunkt steht der Erwerb von Programmierkenntnissen und Fertigkeiten im Umgang mit Daten, aber auch das Erlebnis, zu einer Gemeinschaft zu gehören. Dieses Miteinander möchte die Initiative fachübergreifend ausbauen.

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          In jedem Semester erarbeiten die Teilnehmer der „Tech Academy“ ein datenbasiertes Projekt. In der Vergangenheit haben sie dafür Daten des Unterkunftsvermittlers Airbnb ausgewertet, die im Internet frei verfügbar sind. In diesem Sommersemester hingegen arbeiteten die Studenten mit Informationen über das neue Coronavirus. Anhand ihrer Analysen konnten sie Prognosen aufstellen und so auch die Verbreitung des Erregers vorhersagen, wie Jürgensmeier berichtet: Das habe erstaunlich gut funktioniert.

          Tickets für die Konferenz können unentgeltlich über die Internetseite der Initiative reserviert werden.

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