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Stern auf dem Roßmarkt : Ein Pavillon für den Euro

Stern: Studenten der Uni Hannover wollen den Pavillon auf den Roßmarkt setzen. Bild: Simulation Viktoria Leno, Giulia Budic

Mit einem Gebäude in der Innenstadt könnte sich Frankfurt als „Hauptstadt des Euros“ präsentieren. Die Idee des ehemaligen Kommunikationschefs der Bundesbank trifft den Nerv der Zeit.

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          Der Euro ist so beliebt wie lange nicht: 79 Prozent der Bürger im Euroraum sind für die europäische Einheitswährung – der höchste Stand seit 2004. In Deutschland sind es sogar 82 Prozent. Nur zwölf Prozent der Befragten wünschen sich hierzulande die Deutsche Mark zurück. Sechs Prozent sind unentschieden. Das geht aus dem Eurobarometer hervor, mit dem die Europäische Kommission seit vielen Jahren die Zustimmung zu der Währung misst. Benedikt Fehr wundert das nicht. Für den früheren Kommunikationschef der Deutschen Bundesbank und langjährigen Finanzredakteur der F.A.Z. steht der Euro für eine Erfolgsgeschichte: „Die gemeinsame Währung funktioniert. Sie treibt die europäische Einigung weit mehr voran als viele politische Reden.“

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Fehr hat eine Idee: Frankfurt könne mit diesem Pfund doch wuchern. Immerhin sei die Mainmetropole mit dem Sitz der Europäischen Zentralbank die „Hauptstadt des Euros“. Das Thema sei auch ein touristisches Alleinstellungsmerkmal: „Das hat keine andere Stadt in Europa.“ Er schlägt vor, auf dem Roßmarkt oder an einem anderen zentralen Ort mit einem Euro-Pavillon an die Geschichte und Bedeutung der Währungsunion und der europäischen Einigung zu erinnern. Auf leichte und unterhaltsame Weise. Mit einem Filmraum und einem kleinen Informationszentrum, einem Bistro und einem Shop: „Durch die günstige Lage in der Innenstadt kann der Euro-Pavillon zu einer eigenständigen Attraktion für Bürger und Touristen werden, in der man auf unterhaltsame Art für kleines Eintrittsgeld in 30 bis 45 Minuten etwas erleben, entspannen und gleichzeitig einige Basisinformationen über Frankfurt, den Euro und die Währungsunion sowie den europäischen Einigungsprozess mitnehmen kann.“

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