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Kneipensterben in Bornheim : Wenn „die Sonne“ untergeht

Sommerliche Idylle: Gäste im Garten des Bornheimer Lokals „Zur Sonne“ Bild: Felix Seuffert

Eines der ältesten Lokale in Bornheim steht zum Verkauf. Im Stadtteil fürchten viele, dass eine Tradition endet – denn mit Eigentumswohnungen lässt sich mehr Geld verdienen als mit einem Restaurant.

          „Zur Sonne“, wie das Restaurant eigentlich heißt, sagt in Bornheim niemand. Das Apfelwein-Lokal an der oberen Berger Straße ist hier einfach „die Sonne“, und diese Sonne scheint über Bornheim schon seit knapp 240 Jahren. Wie viele Liter Apfelwein in all dieser Zeit wohl die durstigen Kehlen hinabgeflossen sind? Mehr als eine Million werden es wohl sein. In Bornheim war im Grunde jeder schon einmal in der „Sonne“, entsprechend groß ist die Bestürzung im Stadtteil, dass die Fachwerkhäuser und das Grundstück mit dem großen Biergarten dahinter nun verkauft werden sollen. Falls der Traditionsbetrieb schließe, gehe mit ihm auch ein Stück Bornheimer Identität verloren, meinen viele.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ich bin 68 Jahre alt“, sagt Ulrike Lorz, die das urige Traditionslokal vor rund 30 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann erworben hat und es nun zum Verkauf anbietet. Für eine ähnlich hohe Summe, die sie auch damals gezahlt hat. Viel mehr als ihr Alter will sie über ihre Beweggründe, sich von dem Gebäude zu trennen, nicht preisgeben. Nur so viel: Seit der Sohn gestorben ist, gebe es in der Familie niemanden, der das Lokal weiterführen will. Makler wurden mit dem Verkauf beauftragt und bieten die Gebäude für 2,5 Millionen Euro an. Sie werben damit, dass das denkmalgeschützte Ensemble auch zu Wohnraum umgenutzt werden könne. Im Hof könnten zudem neue Wohnhäuser entstehen.

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