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Offenbach noch klar günstiger : Immobilienpreise in Frankfurt seit 2008 mehr als verdoppelt

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Ein Quadratmeter Wohnfläche in Frankfurt kostete Ende Juli im Schnitt schon 4640 Euro. Bild: dpa

Eine Studie des Immobilienberaters Immoconcept zeigt, dass die Preise zuletzt sprunghaft stiegen. Und nicht nur Hauskäufer leiden, auch die Mieten kennen nur eine Richtung.

          Wohnen wird für Menschen in Frankfurt immer teurer. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser im Bestand im Schnitt mehr als verdoppelt (plus 105 Prozent). Das zeigt eine am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichte Studie des Immobilienberaters Immoconcept. Die Preise stiegen zuletzt sprunghaft: Demnach kostet ein Quadratmeter per Ende Juli 2018 im Schnitt 4640 Euro - gut 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Neubauten wurden fast 5500 Euro je Quadratmeter fällig.

          Auch die Mieten kletterten kräftig. Bei bestehenden Immobilien liegen sie bei gut 14 Euro je Quadratmeter, fast 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Binnen zehn Jahren steht hier ein Plus von 38,5 Prozent. Neubauten sind mit 15,30 Euro Miete je Quadratmeter noch teurer.

          Auffällig sei, dass die Mieten nicht in etablierten Vierteln wie dem Westend oder Nordend am stärksten wüchsen, sondern in einst wenig begehrten Lagen, schreiben die Autoren. So liege beim Mietwachstum über zehn Jahre im Bestand das Gutleutviertel (plus 49 Prozent) vorn, gefolgt von Altstadt, Gallusviertel und Riederwald (je 46). Die Kaufpreise kletterten am stärksten in der neu aufgebauten Altstadt (plus 221). Auch Immobilien im Gutleutviertel (plus 180 Prozent) und Westend-Nord (plus 163 Prozent) verteuerten sich rasant.

          Offenbach noch wesentlich günstiger

          Offenbach bleibt den Angaben zufolge wesentlich günstiger als Frankfurt. In der Nachbarstadt liegt die durchschnittliche Miete im Bestand bei 9,52 Euro - fast 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Binnen zehn Jahren stiegen die Mieten um 42 Prozent. Wer in Offenbach kauft, muss im Mittel 2649 Euro je Quadratmeter zahlen und bei Neubauten gut 3800 Euro. In der Stadt werden viele Flächen wie der Kaiserlei-Kreisel oder die Siemens-Bürotürme neu gestaltet. Die Autoren erwarten daher, dass sich die Preislücke zu Frankfurt „mittelfristig schließen wird“.

          Der Stichtag für die Betrachtung von Mieten und Kaufpreisen war Ende Juli 2018. Ausgewertet wurden mehr als 100 Quellen, vor allem amtliche Daten. ImmoConcept hat alle 47 Stadtteile in Frankfurt sowie den Markt in Offenbach untersucht.

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