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„Ikea-Leiche“ : Angeklagte soll „Sadismus ausgelebt“ haben

Fingerspitzengefühl: Kriminalbeamte sicherten Spuren nach dem Fund der sogenannten Ikea-Leiche in Nieder-Eschbach im August 2016 Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft für den Mord an Gabriele L. Das „Mutter-Sohn-Duo“, das für den Tod der Frau verantwortlich sein soll, hatte das Opfer offenbar vor der Tat jahrelang misshandelt.

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          Im Mordprozess um das Ersticken einer Frau mit einer Plastiktüte hat die Staatsanwaltschaft für die 50 Jahre alte Manuela U. eine lebenslange Haftstrafe gefordert. Darüber hinaus sieht die Staatsanwältin Cyd Hergenröder eine „besondere Schwere der Schuld“. Sollte sich das Gericht dieser Bewertung anschließen, ist eine Entlassung auf Bewährung nach Verbüßung von 15 Jahren nahezu ausgeschlossen.

          Jan Schiefenhövel
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ebenfalls lebenslange Haft, allerdings ohne die besondere Schwere der Schuld, wurde für den 26 Jahre alten Sohn von Manuela U. gefordert. Ein weiterer Helfer bei der Tötung, der 24 Jahre alte Dennis L., ein Mitbewohner der Familie, soll nach dem Willen der Staatsanwältin für Körperverletzung mit Todesfolge eine Strafe von drei Jahren und sechs Monaten erhalten. Weil Dennis L. zur Tatzeit Heranwachsender war und aus Südhessen kommt, ist für die Tat in Frankfurt eine Jugendkammer des Landgerichts Darmstadt zuständig.

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