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: Ikea einigt sich mit Reininger AG

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Der Streit zwischen dem Möbelkonzern Ikea und dem Sanitätsunternehmen Reininger AG um eine Gewerbefläche in Nieder-Eschbach ist beigelegt. Wie Lothar Reininger am Freitag mitteilte, wird Ikea eine Entschädigung ...

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          Der Streit zwischen dem Möbelkonzern Ikea und dem Sanitätsunternehmen Reininger AG um eine Gewerbefläche in Nieder-Eschbach ist beigelegt. Wie Lothar Reininger am Freitag mitteilte, wird Ikea eine Entschädigung dafür zahlen, daß das Sanitätsunternehmen schon im April 2006 das von ihm genutzte Grundstück räumt. Wie berichtet, hat Ikea die 8000 Quadratmeter große Liegenschaft erworben, die es für das geplante neue Möbelhaus zusätzlich zur ursprünglich vorgesehenen Fläche von 50000 Quadratmetern braucht. Reininger hatte sich dort bis Juli 2007 eingemietet. Für die vorzeitige Räumung hatte das Sanitätsunternehmen einen wirtschaftlichen Schaden von drei Millionen Euro veranschlagt, während Ikea eine Entschädigung in Höhe von 900000 Euro zu zahlen bereit war.

          Ein Sprecher von Ikea, das spätestens Anfang 2007 sein drittes Haus in der Region eröffnen will, sagte gestern zum Stand der Verhandlungen nur, es sehe gut aus. Aufsichtsrat Lothar Reininger sagte, Ikea habe bei der Entschädigung eine "ordentliche Schippe" draufgelegt. Die genaue Summe wollte er nicht nennen. Reininger sagte, ein Verbleib seines Unternehmens in Frankfurt sei wahrscheinlich. "Wir sind Lokalpatrioten." Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU) äußerte sich erleichtert über die Einigung, zu der auch die Stadt beigetragen habe. Sie werde sich bemühen, mögliche Schwierigkeiten beim Umzug von Reininger lösen zu helfen.

          Reininger äußerte sich dagegen wenig begeistert über die Unterstützung durch die Stadt. Den Umgang der Kommune mit kleinen Gewerbetreibenden werde man noch zur Sprache bringen, kündigte Reininger an, dem Ambitionen auf die Spitzenkandidatur für die Linkspartei bei der Kommunalwahl im März 2006 nachgesagt werden. Das Unternehmen sei extra in ein Industriegebiet gezogen, um Planungssicherheit zu haben. Doch dann sei die Stadt dem Wunsch Ikeas gefolgt und habe in dem Gewerbegebiet großflächigen Einzelhandel zugelassen. Auch in den Fraktionen des Viererbündnisses gibt es Stimmen, die sich verärgert über das Krisenmanagement der Verwaltung und des Magistrats äußern. Nachdem der zusätzliche Flächenbedarf Ikeas bekanntgeworden sei, hätte umgehend mit den betroffenen Unternehmen gesprochen werden müssen. Wirtschaftsförderung, Planungsamt und Liegenschaftsamt hätten nicht ausreichend miteinander gesprochen, um den Konflikt zu entschärfen. So habe sich Reininger als Kämpfer für die Interessen des Mittelstandes profilieren können, heißt es. (ale.)

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