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Hüsgen-Uhr im Goethe-Haus : Wenn der Bär schläft, ist eine Woche um

Fit für die nächsten Jahre: Uhrmacher und Restaurator stellen die Uhr im Goethe-Haus wieder auf. Bild: Bergmann, Wonge

Die berühmte Hüsgen-Uhr faszinierte schon den jungen Goethe. Heute steht sie im Goethe-Haus. Und funktioniert auch noch heute einwandfrei.

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          Als Johann Wolfgang von Goethe mit der Arbeit an seiner Autobiographie „Dichtung und Wahrheit“ begann, war er sechzig Jahre alt. Die Kindheit lag weit zurück, dennoch waren ihm einige Details aus dieser Zeit lebendig im Gedächtnis geblieben. So auch eine „für damalige Zeiten wenigstens wundersame Uhr, welche neben den Stunden und Tagen auch die Bewegungen von Sonne und Mond anzeigte“, wie er schreibt.

          Anna Vollmer
          Redakteurin im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Die Hüsgen-Uhr, benannt nach dem Frankfurter Jurist Wilhelm Friedrich Hüsgen, der sie entworfen hatte, stand in dessen Wohnung in der Frankfurter Innenstadt. Dort war der junge Goethe regelmäßig zu Gast, um Mathematikunterricht zu bekommen. Dass sie dem Dichter im Gedächtnis blieb, ist nicht allzu überraschend: Sie ist nicht nur für damalige Zeiten wundersam. Noch heute können Besucher des Frankfurter Goethe-Hauses, wo die Uhr seit 1933 steht, auf ihr nicht nur die Uhrzeit, sondern auch das Datum, Stand von Sonne und Mond und das aktuelle astronomische Tierzeichen ablesen. Es könnte sogar sein, dass die komplizierte Konstruktion in Zeiten digitaler Anzeigen noch einmal mehr Faszination ausübt. Mareike Hennig, Leiterin der Kunstsammlung des Goethe-Hauses, sagt, sie habe das Gefühl, gerade jetzt, da manche ständig vor dem Bildschirm hingen, steige bei anderen die Lust auf das Analoge. „Wenn die Uhr einmal falsch geht, steht das direkt im Gästebuch. Unsere Besucher sind da sehr aufmerksam“, sagt sie lachend.

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