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Hommage an das Römer-Pils : Binding-Bindung

Vom Zenturio gezapft: Römer-Pils-Werbung anno 1983 Bild: Binding Brauerei

So richtig kann man nicht beschreiben, wonach Römer-Pils eigentlich schmeckt. Sentimental in die Ferne schauen und sich an vergangene Größe erinnern gehört zum Trinken allerdings dazu.

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          Die Fanfaren kündigen sie an: Auf schnaubenden braunen Rössern, die roten Mäntel im Wind flatternd, jagen drei römische Legionäre durch das alte Germanien, kommen auf einer beschaulichen Wiese zur Ruh und zapfen sich erstmal ein frisches Römer-Pils. Woher die drei Reiter das Fass gezaubert haben, warum das deutsche Mittelgebirge aussieht wie eine Prärie im Wilden Westen – wen kümmert das schon? Diejenigen, die in den achtziger Jahren vor dem Röhrenfernseher gesessen haben, gebannt vom ikonischen Werbespot der Binding-Brauerei, jedenfalls nicht. Gut möglich, dass damals, im zarten Kindesalter, eine lebenslange Bindung entstand.

          Matthias Trautsch
          (trau.), Rhein-Main-Zeitung

          Es war die Zeit, als Binding noch nicht unter das Markendach von Radeberger gezwungen war, als die Frankfurter Traditionsbrauerei noch echte Fernsehwerbung schalten durfte. Lange haben wir gerätselt, was das Bier eigentlich mit den alten Römern zu tun hat. Heute wissen wir: überhaupt nichts.

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