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Hilfe für Wohnungslose : Mit Balsam, Charme und Machete

Arbeitsplatz unter freiem Himmel: Alexander Gnüchtel vor der Obdachlosenunterkunft Eschenheimer Tor Bild: Theresa Weiß

Fast schon ein Vierteljahrhundert ist Alexander Gnüchtel auf der Straße unterwegs. Er versucht, Obdachlosen eine Bleibe zu vermitteln. Mit Geduld und ungewöhnlichen Hilfsmitteln.

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          Das Skurrilste ist die Dienst-Machete. Wer kann schon behaupten, eine zu haben, wenn er nicht gerade im Dschungel arbeitet? Aber Alexander Gnüchtel, Sozialpädagoge und Streetworker beim Frankfurter Verein, hat eine, obwohl er hauptsächlich auf den Straßen der größten hessischen Stadt unterwegs ist. „Der Beruf ist schon ein Abenteuer“, sagt er. Das gilt auch, wenn er sich nicht gerade mit seiner Machete durch den Stadtwald hackt, um einen Obdachlosen zu finden.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Gnüchtel – Stoffturnschuhe, Jeans, hellbraunes Haar – ist 49 Jahre alt und hat fast die Hälfte seines Lebens mit aufsuchender Sozialarbeit verbracht. Im Alltag heißt das: Obdachlose ansprechen, Probleme erfragen, eine Beziehung aufbauen, im Idealfall eine Unterkunft vermitteln. „Wir sind ein Fachdienst für Kontaktaufnahme“, sagt er. Seine Kollegen und er sind die Ersten, mit denen Obdachlose in Berührung kommen, wenn die Sozialarbeiter zu zweit die Hotspots in der Innenstadt abklappern: Eschenheimer Tor, Zeil, Konstablerwache.

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