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Frankfurter Bahnhofsviertel : Infos statt Lunchpakete

Hilfe: Engagierte Bürger verteilten im Frühling vielerorts Essen an Bedürftige. Inzwischen hat sich die Lage aber geändert. Bild: Diana Cabrera Rojas

Die Bernd-Reisig-Stiftung verteilt im Frankfurter Bahnhofsviertel seit einigen Wochen kein Essen mehr an Bedürftige. Stattdessen klärt sie nun mit großen Plakaten über die Hilfsangebote der Stadt auf.

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          Mit Schwung zerrt Bernd Reisig die Plastikplane von dem Plakat, das nun vor der Fußgängerbrücke an der Theodor-Heuss-Allee hängt. „Hier wird Euch geholfen“ steht auf der Werbefläche. Darunter sind elf Einrichtungen der Stadt für Bedürftige aufgeführt, etwa der Tagestreff Weser 5 und die Elisabeth-Straßenambulanz. Insgesamt gibt es 76 dieser Plakate in der Stadt. Sie sollen Obdachlose, Drogenkonsumenten und andere Menschen in Not über Angebote aufklären. Außer den Adressen steht unter jeder Einrichtung, was dort angeboten wird: warme Mahlzeiten, Wäschewaschen, Computernutzung. „Jetzt, wo die Einrichtungen nach dem Lockdown wieder zu alter Stärke gekommen sind, wollen wir mitteilen, wo geholfen wird“, sagt Reisig.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bis vor drei Wochen hat er noch selbst mit 600 Freiwilligen Lunchpakete per Lastenfahrrad ausgefahren. Er sah, wie schlecht es den Menschen ging, die weder Geld noch Speisen erbetteln konnten, als alles geschlossen und kaum jemand auf den Straßen unterwegs war. Reisig wollte helfen. Darum hat er sich mit den bestehenden Hilfsorganisationen zusammengesetzt. Die Angebote von offizieller Seite blieben während der Krise zwar bestehen, doch wegen reduzierter Plätze kam es zu Engpässen. Im Gespräch zeigte sich, dass es Bedarf an Unterstützung am Wochenende gab. Also radelten die Ehrenamtlichen los.

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