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Hilfe für Obdachlose : Herr M. will keine Isomatte

Besuch am Bushaus: Johannes Heuser und Elfi Ilgmann-Weiß mit Herrn W. in Rödelheim Bild: Kathrin Jakob

Jede Nacht ist der Kältebus in Frankfurt unterwegs. Die Fahrer verteilen heißen Tee und Decken an Obdachlose. Doch nicht immer wird die Hilfe angenommen.

          5 Min.

          Es donnert. Als die S-Bahn über den Hafentunnel rattert, dröhnt es in Brust und Ohren. Der Wind pfeift durch den Tunnel und unter die Jacke. Trotzdem hat sich ein Mann entschieden, dort, unter einem gelb leuchtenden Scheinwerfer, die Nacht zu verbringen. Akkurat hat er seine Decke ausgebreitet, zwei Stapel Habseligkeiten liegen am Rand, alles auf Kante gefaltet.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Etwa 80 Menschen schlafen in Frankfurt jede Nacht draußen, auch bei den eisigen Temperaturen, die seit Anfang Februar herrschen. Zwar gibt es ausreichend Notübernachtungsplätze, doch der harte Kern will dort nicht hin. Seine Schlafstätten sind Parkbänke, der Betonabsatz direkt unter einer Autobahnbrücke, ein Verschlag am Main unter einer Plane. Zugig, laut und feucht, manchmal taghell, wie der Platz des Obdachlosen im Hafentunnel. Warum gehen diese Menschen nicht ins Warme? Und wenn schon draußen – wieso suchen sie sich dann ausgerechnet so einen Schlafplatz?

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