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Evangelische Pröpstin Crüwell : „Wir werden kleiner und wir werden ärmer“

Will Verantwortung übernehmen: Henriette Crüwell ist seit Anfang September evangelische Pröpstin für die Region Rheinhessen und Nassauer Land. Bild: Wonge Bergmann

Katholikin, Altkatholikin und nun evangelische Pröpstin: Umwege prägen das Leben von Henriette Crüwell. Sie weiß, dass auf ihre Kirche harte Zeiten zukommen. Angst macht ihr das nicht.

          6 Min.

          Auf dem Petersplatz in Rom, als Vierzehnjährige, fasste Henriette Crüwell einen Entschluss: Ich werde Nonne. Ihr Vater hatte ihr die Reise zur Firmung geschenkt, war mit ihr in die heilige Stadt gefahren. Am Ostersonntag standen sie auf dem weiten Platz vor dem Petersdom inmitten einer Gruppe angehender Nonnen aus Spanien. Eine von ihnen schenkte Crüwell ein Andachtsbildchen, mit dem Porträt Abrahams. Die junge Katholikin war fasziniert von der „Glaubensfreude“ der Nonnenanwärterinnen. „Die strahlten einfach“, erinnert sie sich heute. In ihrem Tagebuch notierte sie ihre Entscheidung.

          Alexander Jürgs
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nonne geworden ist sie am Ende doch nicht – aber seit Anfang September ist sie evangelische Pröpstin für die Region Rheinhessen und Nassauer Land, die rheinland-pfälzischen Gebiete der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Ihr neues Amt ist vergleichbar mit dem eines Regionalbischofs. Crüwell, die einstige Katholikin und bisherige Gemeindepfarrerin der Offenbacher Friedenskirche, beschreibt es so: „Ich bin eine Pfarrerin für die Pfarrerinnen und Pfarrer.“

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