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Frankfurt : Drei Männer gestehen Gruppenvergewaltigung

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Prozess: Drei junge Männer müssen sich in Frankfurt vor Gericht wegen einer Gruppenvergewaltigung verantworten. Bild: dpa

Drei junge Männer müssen sich in Frankfurt vor Gericht wegen einer Gruppenvergewaltigung verantworten. Sie zeigen sich geständig – und haben dem Opfer 15.000 Euro überreicht.

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          Mit umfassenden Geständnissen der drei Angeklagten und der Überreichung von insgesamt 15.000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer hat am Mittwoch in Frankfurt der Prozess um eine Gruppenvergewaltigung begonnen. Vor dem Landgericht räumten die 24, 26 und 30 Jahre alten Männer ein, die ihnen flüchtig bekannte 22 Jahre alte Frau im Februar vergangenen Jahres in deren Wohnung im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen mehrfach hintereinander vergewaltigt und sexuell genötigt zu haben.

          Die drei Angeklagten entschuldigten sich bei der jungen Frau, die auch als Nebenklägerin in dem Prozess auftritt (AZ 4781 Js 208169/18). Das Geld nahm die Anwältin des Opfers entgegen.

          Der Tat war laut Anklage ein feucht-fröhlicher Abend in einem Tanzlokal vorausgegangen. Anschließend soll die Frau ihre drei Bekannten noch mit in die Wohnung genommen, dabei aber offenbar klar zu erkennen gegeben haben, dass sie keine sexuellen Kontakte wünsche. Gleichwohl kam es in der Folge zu den massiven Übergriffen. Nachdem die Männer die Wohnung verlassen hatten, besprach sich das Opfer zunächst mit einer Bekannten und zeigte ihre Peiniger kurze Zeit später bei der Polizei an.

          Die Strafkammer hat zwei weitere Verhandlungstage vorgesehen - durch die Geständnisse könnte sich der Prozess allerdings verkürzen.

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