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Carsten Knop

Grüne nach der Wahl : Frankfurt braucht Jamaika

  • -Aktualisiert am

Starkes Dreiergespann: In den Parteiprogrammen von Grünen, CDU und FDP lassen sich durchaus viele Gemeinsamkeiten finden. Bild: dpa

Nach der Kommunalwahl haben die Frankfurter Grünen eine große Auswahl bei den möglichen Koalitionspartnern. Die Stabilität einer Jamaika-Koalition hätte große Vorteile.

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          Schöner könnte es für die Frankfurter Grünen nicht sein. Sechs Koalitionen sind unter ihrer Führung grundsätzlich möglich; maximaler Verhandlungsspielraum in den Sondierungsgesprächen also. Das hat etwas Verführerisches, gerade auch für recht fundamental auftretende, neuere Parteimitglieder. Doch gibt es unter den sechs Konstellationen manchen vergifteten Apfel, für die Stadt und für die Grünen selbst. Eine Koalition mit den Wahlverlierern vom linken Spektrum, also besonders der SPD, einzugehen würde dem Wählerwillen widersprechen. Die Wähler haben eine modernere Stadt gewählt, die ökologischen Überlegungen gegenüber aufgeschlossen ist, aber keinen radikalen Systemwechsel. Dafür sind die CDU und die FDP an der Seite der Grünen zu stark; den Grünen sollte daran gelegen sein, die Stabilität in einer solchen Koalition zu suchen.

          Wer sich anschaut, was die drei Parteien in den für die Stadt wichtigsten Punkten denken, findet mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Dass sich Frankfurts Wirtschaft den Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt, der Digitalisierung und einem schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen anpassen müsse, steht im Wahlprogramm der FDP. Dass Neubaugebiete im Rahmen einer integrierten Stadtentwicklung ganzheitlich zu planen seien, ebenfalls.

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