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Goethe-Universität Frankfurt : Hochschulrat gibt bei Wahlliste nicht nach

Tritt wieder an: Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt Bild: Francois Klein

Der Streit über die Liste zur Präsidentenwahl an der Universität Frankfurt geht weiter. Der Hochschulrat sieht trotz der Einwände des erweiterten Senats keinen Anlass, sich zu bewegen.

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          Der Hochschulrat der Goethe-Universität hat die Bitte des erweiterten Senats zurückgewiesen, mindestens drei Kandidaten zur Präsidentenwahl am 8. Juli zuzulassen. Nach Informationen der F.A.Z. hat die Mehrheit des Rats am Donnerstag „nach langer und intensiver Diskussion“ festgestellt, dass es keinen Anlass gebe, von der Entscheidung über die Wahlliste abzurücken.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie berichtet, hat der Hochschulrat für die Wahl Amtsinhaberin Birgitta Wolff und ihren früheren Vizepräsidenten Enrico Schleiff vorgeschlagen. Nicht nominiert wurden der Psychologe Holger Horz und der Historiker Jan Palmowski, die sich ebenfalls beworben hatten.

          Ein Senatsmitglied aus der Professorengruppe reagierte enttäuscht: „Ich bin mir sicher, dass die Wahl jetzt scheitert.“ Ein anderer Vertreter der Professoren zeigte dagegen Verständnis für die Haltung des Hochschulrats: Dessen Entscheidung für nur zwei Kandidaten sei vom Hessischen Hochschulgesetz gedeckt; davon abzuweichen hätte juristische Risiken mit sich gebracht.

          Tobias Cepok, Hochschulreferent der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), äußerte: „Wir lehnen diese Art der Einmischung des Hochschulrats als undemokratisch ab.“ Zwei Mitglieder des erweiterten Senats sind über die GEW-Liste in das Gremium gewählt worden.

          zos.

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