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Universität Frankfurt : „Das Recht auf freie Wahl wurde angegriffen“

Hält die Stellung: Birgitta Wolff gehört zu den Wenigen, die derzeit auf dem Frankfurter Uni-Campus arbeiten. Bild: Wonge Bergmann

Der Fachbereich Medizin der Frankfurter Goethe-Uni will einen neuen Dekan wählen. Uni-Präsidentin Birgitta Wolff soll dafür rechtswidrige Vorgaben gemacht haben.

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          Universitätspräsidentin Birgitta Wolff hat offenbar versucht, auf rechtlich fragwürdige Weise in die Vorbereitung der Wahl eines neuen Medizin-Dekans einzugreifen. Das geht aus einem Gutachten des Deutschen Hochschulverbandes hervor, das der F.A.Z. vorliegt. Demnach hat Wolff verlangt, der Wahlvorschlag des Fachbereichsrats für den neuen Dekan, der ihrer Zustimmung bedarf, solle nur einen Kandidaten umfassen. Nach Ansicht des Hochschulverbands hat sie damit unzulässig in die Wahlfreiheit des Fachbereichs eingegriffen. Wolff weist den Vorwurf zurück.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie aus dem Gutachten hervorgeht, hat sich der Fachbereichsrat am 23. Januar mit möglichen Nachfolgern für den scheidenden Dekan Josef Pfeilschifter befasst. Mehrere Mitglieder des Gremiums sollen Pfeilschifter bestätigt haben, dass Wolff erwarte, einen Wahlvorschlag mit lediglich einem Kandidaten zu erhalten. Außerdem habe Wolff diese Forderung in einer SMS an einen Studentenvertreter und in einer E-Mail an das Dekanat bekräftigt. Pfeilschifter sagte dazu am Donnerstag auf Anfrage: „Ich hielt die Vorgehensweise der Präsidentin für höchst fragwürdig. Um schlimmeres Unrecht zu verhindern, habe ich die Sitzung abgebrochen.“

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