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Gewalt im Amateursport : Die AfD verlangt Informationen vom Magistrat

Forderung ans Magistrat: Die AfD erfragt mehr Informationen zu Gewalt im Amateursport. Bild: dpa

Anlässlich einer Gruppenschlägerei zwischen zwei Frankfurter Amateur-Fußballvereinen richtet sich die AfD nun an den Magistrat. Er soll Details aus dem Amateursport sammeln. Was steckt dahinter?

          Die AfD-Fraktion im Römer verlangt vom Magistrat Informationen über die Gewalt von Spielern und Zuschauern im hiesigen Amateurfußball. Die Stadtverordneten berufen sich für ihren Fragenkatalog auf einen Artikel in dieser Zeitung vom 21. Januar 2019. Darin berichtete ein betroffener Spieler von einer etwa fünfzehnminütigen Gruppenschlägerei zwischen Akteuren von Germania Ginnheim und dem FC Mainfeld, die sich am 25. November in der Kreisliga A ereignet hatte. Die Aggressionen auf einem Kunstrasenplatz in Niederrad sind nach seiner Schilderung überwiegend von den Mainfelder Spielern ausgegangen.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die AfD möchte unter anderem wissen, wie der Magistrat die „offensichtlich regelmäßigen Gewaltausbrüche im Frankfurter Amateurfußball“ bewertet und ob der Stadtregierung bekannt ist, welche Vereine und Personengruppen besonders häufig mit Gewalttaten auf dem Fußballplatz auffielen. In dem Artikel wird unter anderen der Schiedsrichterobmann für Frankfurt mit den Worten zitiert: „Wir kennen unsere Täter.“ Es handele sich meist um Jugendliche aus Siedlungen mit schwacher Sozialstruktur, die von ihren prekär beschäftigten Eltern nicht ausreichend erzogen würden, erläutert er. Dementsprechend grob verhielten sie sich dann auch beim Sport. Der helfe ihnen zwar zum Teil aus ihrer misslichen Außenseiterlage, dürfe aber nicht als Ventil für Aggressionen missbraucht werden.

          Außerdem möchte die AfD-Fraktion vom Magistrat erfahren, wie sich die Zahl der Gewalttaten im Amateurfußball in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat. Zu klären sei außerdem, ob der Fußball aus Sicht der Stadtregierung beim Thema Gewalt im Vergleich zu anderen Sportarten eine Sonderrolle einnimmt. Um sich und andere Fraktionen besser über das Thema informieren zu können, schlägt die AfD ein Treffen über das Thema mit Vertretern des Amateurfußballs, der Fraktionen und des Sportdezernats vor.

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