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Frankfurt : Im Ordnungsamt fehlt eine Pistole

Bewaffnete Ordnungshüter: Stadtpolizisten machen einen Kontrollgang auf der Frankfurter Zeil. Bild: Frank Röth

Ein Stadtpolizist vergisst auf der Toilette seine Waffe - doch wenige Minuten später ist sie verschwunden. Stattdessen taucht ein anonymes Schreiben auf. In Verdacht geraten nun seine Kollegen.

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          Im Ordnungsamt ist die Dienstwaffe eines Stadtpolizisten abhandengekommen. Möglicherweise wurde sie von einem Kollegen gestohlen. Wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag mitteilte, hatte der Mitarbeiter die Pistole des Typs Sig Sauer 226 auf der Toilette kurz abgeschnallt und dann vergessen, sie wieder anzulegen. Als er den Verlust nur wenige Minuten später bemerkte und seine Waffe aus der Kabine holen wollte, war sie verschwunden.

          Kollege könnte Waffe mitgenommen haben

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Landespolizei ermittelt nun gegen unbekannt wegen Fundunterschlagung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Aufgrund der Umstände wird angenommen, dass ein Kollege die Pistole mitgenommen habe, so ein Sprecher der Landespolizei.

          Nur Mitarbeiter dieser Abteilung des Ordnungsamtes hätten Zugang zu den Toiletten gehabt. Inzwischen wurden alle in Frage kommenden Stadtpolizisten befragt. Es habe sich jedoch nicht klären lassen, was mit der Waffe geschehen sei.

          Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die Waffe auf dem Schwarzmarkt verkauft worden sei, heißt es aus Ermittlerkreisen. Vielmehr werde vermutet, dass das Verschwinden mit internen Streitigkeiten zu tun habe. Darauf lässt auch ein anonymes Schreiben schließen, das an verschiedene Medien geschickt wurde und den Eindruck erweckt, als sei es von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes verfasst worden. Darin wird auf den Vorfall aufmerksam gemacht, der sich bereits am 4. Mai ereignet hatte.

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