Bankkunden vor Gericht :
Wenn das Konto plötzlich gesperrt ist

Lesezeit: 2 Min.
Grenzwertig: Wer Geld auf sein Konto einzahlt oder überweisen lässt, muss auf die Höhe des Betrags aufpassen. Sonst droht bisweilen Geldwäsche-Verdacht
Deutschland will im Kampf gegen Geldwäsche besser werden. Dass es dabei manchmal auch unbescholtene Bürger treffen kann, zeigen Eilverfahren, mit denen es das Landgericht Frankfurt seit zwei Jahren zu tun hat.

Beim Landgericht Frankfurt gehen seit Ende 2021 vermehrt Eilanträge von Bankkunden ein, die plötzlich nicht mehr auf ihr Konto zugreifen können: Sie können kein Bargeld mehr abheben, die EC-Karte funktioniert nicht und Miete, Versicherungsbeiträge oder Unterhaltszahlungen werden nicht abgebucht. Von der Bank – es handelt sich in den Verfahren immer um dieselbe, deren Namen das Gericht jedoch nicht nennt – bekommen die Kunden keine Auskunft über den Grund, das Institut weicht aus. Also, so berichtet das Gericht von den ihm vorliegenden Fällen, gehen die Kunden zum Anwalt, der eine einstweilige Verfügung auf Freischaltung des Kontos beantragt.

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