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Gesundheit und Migranten : Gegen die Unsicherheit beim Impfen

Fragerunde: Die Zuhörer konnten unter anderem Fragen zum Impfstoff von BioNTech stellen. Bild: dpa

Mit einer Vortragsreihe wollen das Deutsche Rote Kreuz und das Frankfurter Gesundheitsamt das Gesundheitswissen vor allem von Migranten verbessern. Auch Fragen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen wurden beantwortet.

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          Alle reden über den besten Schutz gegen das Coronavirus, aber die Impfquote zeigt, dass es noch Unsicherheit gegenüber der Immunisierung gibt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Gesundheitsamt haben eine neue Vortragsreihe begonnen, die das Gesundheitswissen insbesondere bei Frankfurtern mit Migrationshintergrund verbessern soll. Bei der Auftaktveranstaltung im Saalbau Gutleut sprachen die Referenten vor einem kleinen, aber interessierten Publikum.

          Monika Ganster
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Matthias Bollinger, Ärztlicher Leiter beim DRK in Frankfurt, zeigte anschaulich, wie die Infektion mit dem Coronavirus in den verschiedenen Stadien abläuft und welche Wirkung der Impfstoff dagegen entfalten kann. Antje Allendorf, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Frankfurt, beantwortete Fragen zur Impfung von Kindern und Jugendlichen. Dabei wurde deutlich, dass die Ausgangslage der meist älteren Zuhörer eine ganz andere ist. In ihrem Herkunftsland gebe es generell keine Impfempfehlungen für Säuglinge, schilderte eine Teilnehmerin. Erst während der Corona-Pandemie habe sie die Bedeutung von Herdenimmunität und ausreichendem Schutz für alle Altersgruppen verstanden.

          Ein Booster ist wie eine Tankauffüllung

          Sarah Lang und Antoni Walczok vom Frankfurter Gesundheitsamt beantworteten ebenfalls zahlreiche Fragen. Ob es stimme, dass die BioNTech-Impfung nach einem halben Jahr ihre Wirkung verliere und deshalb eine Auffrischung nötig sei, wollte ein Teilnehmer wissen. Walczok beruhigte: Die Wirkung des Impfstoffs lasse nach einem halben Jahr nur etwas nach, ein Booster sei dagegen mit einer Tankauffüllung bis zum obersten Rand vergleichbar. So sei der maximale Schutz gewährleistet.

          Ob denn drei Impfungen in so kurzer Zeit nicht zu viel des Guten sein könnten, wollte eine andere Teilnehmerin wissen. Auch sie beruhigte Walczok: Die Impfempfehlungen würden ja erst aufgrund von zahlreichen Studienergebnissen ausgesprochen. Die Bedeutung der Immunisierungen unterstrich der Infektiologe: „Impfungen sind unbedingt notwendig, um gesund zu bleiben.“

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