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Kommunalwahl und Pandemie : Angst vor Corona und niedriger Wahlbeteiligung

Stimmenfang: Der Frankfurter Stadtrat Jan Schneider plakatiert selbst. Bild: Finn Winkler

Corona lässt Schlimmstes befürchten für die Wahlbeteiligung: Die Stadt Frankfurt will den Wählern vor der Kommunalwahl im März die Angst vor einer Infektion nehmen.

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          In Zeiten einer leeren Innenstadt hat es auch die gute alte Litfaßsäule schwer, für die nötige Aufmerksamkeit zu sorgen. Trotzdem ließ es sich der für die Kommunalwahlwahlen am 14. März zuständige Stadtrat Jan Schneider (CDU) nicht nehmen, die Kampagne „Frankfurt wählt sicher“ an einer Litfaßsäule am Opernplatz vorzustellen.

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit rund 1200 Plakaten will die Stadt dafür sorgen, dass die ohnehin schwache Wahlbeteiligung bei kommunalen Urnengängen in der Pandemie nicht noch weiter nachlässt. Die Botschaft: Die Wahl sei sicher. „Es gibt keinen Grund, aus Angst vor einer Infektion auf die Ausübung des Wahlrechts zu verzichten“, sagte Schneider. Doch die Organisation „stellt uns vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen“, sagte der Leiter des Wahlamtes, Oliver Becker. In den Wahllokalen sei für Desinfektionsmittel, Bodenmarkierungen und Einwegmasken für die Wahlhelfer und die Wähler gesorgt.

          Die Stadt rechnet mit deutlich mehr Briefwählern – Briefwahl ist vom 1. Februar an möglich. Damit die Auszählung dieser Stimmen nicht so lange dauert, hat die Verwaltung die Zahl der Briefwahlbezirke von 117 auf 140 erhöht. Sie erfolgt auch dieses Mal auf dem Messegelände, allerdings stehen dafür 50 Prozent mehr Fläche zur Verfügung. Wer sich die Unterlagen nicht per Post schicken lassen möchte, kann sie sich in zwei Briefwahllokalen abholen. An der Lange Straße wird es zudem eine „Art Drive-In-Wahllokal“ geben. Schneider sagte, dass noch Wahlhelfer gesucht werden.

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