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Nach Mordanschlag auf Kind : Gedenkort im Frankfurter Hauptbahnhof bleibt zunächst

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Gedenken: der Ort des Mordanschlags auf ein Kind und seine Mutter sowie eine weitere Person im Frankfurter Hauptbahnhof Bild: dpa

Zwei Wochen liegt der Mordanschlag auf ein Kind im Frankfurter Hauptbahnhof nun zurück. „Es bringen immer noch jeden Tag Menschen frische Blumen“, heißt es. Zudem laufen weitere Spenden für die Familie des Opfers ein.

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          Nach der tödlichen Attacke am Frankfurter Bahnhof soll ein zentraler Gedenkort am Gleis zunächst bestehen bleiben. „Es bringen immer noch jeden Tag Menschen frische Blumen“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montag, zwei Wochen nach der Tat. So lange es bei Reisenden und Mitarbeitern Bedarf an dem Gedenkort gebe, werde er bleiben.

          In der Bahnhofsmission liege außerdem ein Kondolenzbuch aus, was viel genutzt werde. Weiter gebe es wöchentliche Andachten in der Bahnhofsmission. An dem Gedenkort am Gleis 7 erinnern in einem abgesperrten Bereich Dutzende Blumen, Kerzen und Kuscheltiere an das Geschehen.

          Mehr als 110.000 Euro an Spenden

          Am 29. Juli hatte ein Mann einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Der Junge starb, seine Mutter konnte sich in letzter Sekunde retten. Der Tatverdächtige, ein Eritreer, der seit 2006 in der Schweiz lebte, sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Die Attacke hat deutschlandweit Aufsehen erregt. Einige Tage zuvor war bereits am Bahnhof Voerde (Nordrhein-Westfalen) eine 34 Jahre alte Frau vor einen Zug gestoßen und tödlich verletzt worden. Auch hier kannten sich Täter und Opfer den Ermittlungen zufolge nicht.

          Für die Familie des getöteten Jungen sind mittlerweile mehr als 110.000 Euro an Spenden eingegangen, wie die Sprecherin einer Online-Spendenkampagne am Montag sagte. Die Kampagne hatte ein Mann aus Frankfurt gestartet.

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