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Massendeportationen von Juden : Vom Säugling bis zur Großmutter

  • -Aktualisiert am

Die Großmarkthalle Frankfurt um 1938. Von dort starteten die Deportationen der Juden 1941. Bild: Institut für Stadtgeschichte

Vor 80 Jahren fand die erste Massendeportation von Juden aus Frankfurt statt. Beim Gedenken in der Paulskirche steht eine Rede der Historikerin Susanne Heim im Mittelpunkt.

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          „Drei Personen haben diese Deportation überlebt“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig in ihrer Rede zu Beginn der Gedenkveranstaltung in der Paulskirche. Seit drei Jahren ist der 19. Oktober örtlicher Gedenktag. Vor 80 Jahren kam es an diesem Datum zur ersten Massendeportation aus Frankfurt. Damals zerrten SA-Männer mehr als 1100 jüdische Bürger aus ihren Wohnungen, zwangen sie, ein Schild zu tragen, und trieben sie unter Schlägen und Beleidigungen zur Großmarkthalle, die als Sammellager diente.

          Von dort aus schickten die Nationalsozialisten sie mit dem Zug ins Ghetto Litzmannstadt nach Łódź im heutigen Polen. Zwei Tage zuvor hatten die Nationalsozialisten den Vorstand der jüdischen Gemeinde beim Freitagsgebet noch gezwungen, den Gerüchten über anstehende Deportationen entgegenzutreten.

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