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Gelände der Galopprennbahn : Stadt plant Bürgerpark mit Picknickwiesen

Auslauffläche: Der nördliche Teil der Galopprennbahn in Frankfurt-Sachsenhausen soll zum Bürger- und Freizeitpark werden, mit Spiel- und Liegewiesen und kleineren Sportfeldern. Der Weiher und der Magerraden (dunklere Flächen) bleiben unangetastet. Bild: Simualtion Stadt Frankfurt

Umweltdezernentin Heilig und Sportdezernent Frank haben erste Ideen für das bisherige Rennbahn-Gelände in Frankfurt präsentiert. Sie sehen einen Park mit Sport- und Picknickflächen vor.

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          Der Blick von der bisherigen Galopprennbahn in Frankfurt-Sachsenhausen zur Skyline soll auf jeden Fall erhalten bleiben und nicht etwa durch hohe Bäume verstellt werden. Ansonsten können sich Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) und Sportdezernent Markus Frank (CDU) Wiesen zum Picknicken, Fitnessanlagen für Junge wie für Senioren und ein kleineres Sportfeld vorstellen. Aus dem nördlichen Teil des Rennbahn-Areals möchten sie in den nächsten Jahren einen Bürgerpark machen.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Noch ist die Zukunft des Areals wegen des für den 21. Juni geplanten Bürgerentscheids ungewiss. Doch die beiden Dezernenten gaben den Stadtverordneten im Umweltausschuss schon einmal einen Ausblick auf das, was kommen könnte, wenn der schwarz-grüne Magistrat seine Wünsche für das Areal durchsetzt und der Deutsche Fußball-Bund wie geplant im Süden des Geländes sein Leistungszentrum errichtet.

          Es wachsen dort geschützte Pflanzenarten

          Der Bürgerpark soll eines Tages 9,5 Hektar umfassen. Das ist mehr als die doppelte Größe des Hafenparks, der zurzeit von der Stadt unterhalb des Neubaus der Europäischen Zentralbank in der Nähe des Osthafens angelegt wird. Allerdings entsteht dieser Park auf einer ehemaligen Industriebrache. Das Gelände der Galopprennbahn, zu dem auch 8,6 Hektar Bannwald gehören, liegt hingegen vollständig im Grüngürtel und ist damit Landschaftsschutzgebiet. Die Möglichkeit, dort größere Flächen zu versiegeln und etwa wie im Hafenpark eine Skateranlage zu errichten, besteht nicht.

          Zumal der Bannwald sogar einem besonderen Schutz unterliegt, was auch für einen Teil der Flächen im Inneren der Galopprennbahn gilt. Dort gibt es Sandmagerrasen, der auf nährstoffarmen und deshalb mageren Böden gedeiht und in dem unter Artenschutz stehende Pflanzen wie die Sand-Grasnelke wachsen.

          Golfer „Greens“ könnten zu Wiesen werden

          Vor Jahren hatte das Umweltamt mit den Golfern den Kompromiss gefunden, Flächen des Areals für den Magerrasen unberührt zu lassen, während daneben die „Greens“ der Golfer entstanden. Bis heute gibt es eine für Sportler und Naturschützer zufriedenstellende Koexistenz. Mitarbeiter des Umweltamtes sprachen sogar schon von einem „Glücksfall“, weil so die ökologisch wertvollen Magerrasenflächen gepflegt wurden, aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich waren. Wie die Stadt mit diesen Flächen umgehen wird, wenn es den Bürgerpark eines Tages gibt, ist noch offen.

          Die Grünplaner sind dagegen sicher, dass sie den Gehölzgürtel, der im Norden die Rennbahn umschließt, beibehalten und durch weitere Bepflanzung aufwerten wollen - auch um den neuen Park von den angrenzenden Straßen abzuschirmen. Die derzeit vorhandenen Stallungen auf diesem Teil des Areals sollen abgerissen werden, und auch dort soll wieder Platz für die Natur sein. Denkbar sei auch, die „Greens“ der Golfer zu ökologisch wertvollen Wiesen zu entwickeln.

          Bauarbeiten sollen 2017 beginnen

          Das Umweltdezernat will zudem die sogenannte Kleine Bürgerwiese, eine Lichtung im Bannwald, in den neuen Bürgerpark einbeziehen. Am stärksten umgestaltet werden wohl die Flächen des Runds, auf denen bisher die Pferde laufen. Noch gibt es keine konkreten Pläne. Die Stadt wartet zunächst das Ergebnis des Architektenwettbewerbs ab, den der DFB für sein Leistungszentrum ausgelobt hat. Die Ergebnisse sollen am 1. Juni vorgestellt werden. Danach könne ermittelt werden, wie viel naturschutzrechtlichen Ausgleich der Fußballbund für die Bebauung schaffen müsse, heißt es im Umweltdezernat. Die Stadt habe das Ziel, möglichst alle Ausgleichsmaßnahmen in den neuen Bürgerpark zu integrieren.

          Als unrealistisch bezeichnet das Umweltdezernat jedoch Überlegungen, dass die Mittel aus dem Ausgleich reichen könnten, um den Bürgerpark anzulegen. „Wir werden auch städtische Gelder investieren müssen“, heißt es. Zum Vergleich: Für den vier Hektar großen Hafenpark gibt die Stadt acht Millionen Euro inklusive Planung aus.

          Um zu entscheiden, wie der Bürgerpark eines Tages aussieht, sollen ohnehin die Bürger, vor allen die Niederräder als Nachbarn der Galopprennbahn, mit einbezogen werden. Nach den Plänen des schwarz-grünen Magistrats ist eine erste öffentliche Bürger-Informationsveranstaltung für September geplant. Weitere sollen folgen. In der zweiten Hälfte des nächsten Jahres könnte dann der Entwurf fertig sein. Als frühesten Termin für den Beginn der Arbeiten nannten die Stadträte Heilig und Frank den Sommer 2017.

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