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Frankfurter Stadträte fordern : Fraport soll Terminal 3 auf eigene Kosten an S-Bahn anbinden

  • Aktualisiert am

Findet es „völlig unverständlich“, dass Fraport das Terminal 3 bislang ohne ÖPNV-Anbindung plant: der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. Bild: Wolfgang Eilmes

Bisher ist keine S-Bahn zum neuen Terminal 3 am Frankfurter Flughafen vorgesehen. „Völlig unverständlich“ findet das Verkehrsdezernent der Stadt. Er will gemeinsam mit dem Planungsdezernenten die Fraport in die Pflicht nehmen.

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          Die Frankfurter Stadträte Mike Josef und Klaus Oesterling (beide SPD) fordern vom Flughafenbetreiber Fraport, für eine S-Bahn-Anbindung an das neue Terminal zu sorgen - auf eigene Kosten. Durch das Terminal, das gerade in Bau ist, steige das Verkehrsaufkommen in der gesamten Region, sagte Josef.

          Nur mit einer zusätzlichen S-Bahnanbindung könne der Kollaps des Nahverkehrs verhindert werden. Wenn die Fraport ihre eigenen Prognosen für das Fahrgastaufkommen ernst nehme, müsse sie handeln, erklärten die Stadträte.

          Die Aktie von Fraport zeigte sich im MDax unberührt von diesem potentiell kostenträchtigen Vorstoß. Der Titel legte im Tagesverlauf leicht zu, während der Index etwas schwächelte.

          „Völlig unverständlich“

          Die SPD-Politiker forderten eine Abzweigung der S-Bahn-Linie 7 hinter der Haltestelle Zeppelinheim zum neuen Terminal. Kostenpunkt laut einer Machbarkeitsstudie: Rund 174 Millionen Euro. Bezahlen solle das vor allem Fraport selbst. Das Unternehmen müsse sich der Verantwortung stellen, sagte Oesterling. Ihm sei „völlig unverständlich“, dass es das Terminal bislang ohne ÖPNV-Anbindung geplant habe.

          Fraport erklärte dazu, eine S-Bahn-Anbindung sei nicht notwendig. Grund: Das geplante Personen-Transport-System (PTS) solle das Terminal flughafenintern mit den Terminals 1 und 2 verbinden. Dagegen sorgt sich der Kreis Groß-Gerau um ein zu hohes Verkehrsaufkommen durch das neue Terminal. Mit einer Klage ist er aber im August gescheitert.

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