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Flughafen Frankfurt : Fraport will Sicherheitskontrollen selbst organisieren

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Stillgestanden: Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen Bild: Frank Röth

Zusätzliche Plätze und Überholmöglichkeiten für schnellere Passagiere sollen Staus bei der Sicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen eindämmen. Der Betreiber Fraport will neben der Bundespolizei nun mehr Verantwortung übernehmen.

          Die Betreibergesellschaft Fraport will bei den schnellen Kontrollen der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen eine eigene Rolle spielen. Bei der Untersuchung von Passagieren und Handgepäck wolle die Fraport „mehr Verantwortung übernehmen und die Organisation selbst managen“, sagte Vorstand Pierre Dominique Prümm.

          „Wir kennen unsere Infrastruktur und unsere Passagierprozesse am besten, wir wissen, wie man hier optimieren kann“. Das müsse unter Aufsicht der staatlichen Behörden stattfinden.

          Die Bundespolizei hatte im November neue Kontrollspuren im Testbetrieb am größten deutschen Flughafen eingerichtet und in einer ersten Bilanz erklärt, es seien mehr Passagiere in der Stunde untersucht worden. Die Anlagen sind mit zusätzlichen Einzelkontrollplätzen und Überholmöglichkeiten für schnellere Passagiere ausgestattet. Um die Kontrollen hatte es wegen langer Wartezeiten Streit zwischen Flughafen, Bundespolizei und Fluglinien wie der Lufthansa gegeben.

          Knappe Kapazitäten

          Die Bundespolizei will bis Sommer sieben weitere der Kontrollspuren für rund 10 Millionen Euro einrichten. Die Fraport will die Kontrollen am liebsten in eigener Regie betreiben und der Bundespolizei nur noch die Fachaufsicht überlassen.

          Prümm sagte auf der Konferenz der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), man arbeite mit den Airlines und der Deutschen Flugsicherung daran, „die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Luftverkehr insgesamt zu verbessern“. Vergangenes Jahr war es an hiesigen Flughäfen zu vielen Verspätungen und Flugausfällen gekommen.

          Angesichts knapper Kapazitäten im Luftraum will die Flugsicherung nun mehr Lotsen bereitstellen. „Der „Sommer 2018“ darf sich dieses Jahr nicht wiederholen“, forderte Lufthansa-Vorstand Detlef Kayser. Von der hessischen Landespolitik erwarte man Unterstützung in der Bundespolitik für einen Systemwechsel bei den Sicherheitskontrollen.

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