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Zoodirektor Miguel Casares : „Frankfurt muss aufpassen, nicht aus der Champions League abzusteigen“

Zoodirektor Miguel Casares an seinem Lieblingsort der Humboldt-Pinguin Anlage im Frankfurter Zoo am Freitag, den 28. Mai 2021. Bild: Helmut Fricke

Miguel Casares gibt sein Amt als Direktor des Frankfurter Zoos auf und kehrt nach Spanien zurück. Im Interview spricht er über den Abschied von den Humboldt-Pinguinen, das Potenzial des Tierparks und Sinn von Tierhaltung.

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          Aus privaten Gründen verlässt Miguel Casares den Frankfurter Zoo: Die Coronakrise habe seine Familie zu sehr belastet, weswegen er in seine spanische Heimat zurückkehren müsse. Casares verabschiedet sich schweren Herzens von Frankfurt. Am Dienstag wird er von der Stadt Frankfurt, die den Zoo führt, feierlich verabschiedet, während Kulturdezernentin Ina Hartwig mit höchstmöglichem Tempo die Nachfolgersuche vorantreibt. Die Ausschreibung, die genauen Vorgaben entsprechen und einige Gremien durchlaufen muss, wird in Kürze veröffentlicht und will die Anstöße, die unter anderem von Casares kamen, fortsetzen. „Die Ausschreibung, die demnächst erscheint, macht den eingeschlagenen Weg einer Modernisierung des Zooareals auch für die künftige Direktion zur Voraussetzung. Die im Rahmen der Konzeptstudie 'Zookunft2030+' angestoßene Entwicklung, die Umsetzung des Kinder- und Jugendtheaters im Zoogesellschaftshaus sowie das Frankfurt Conservation Center am Osteingang des Zoos – all dies sind bedeutende Leuchtturm-Projekte nicht nur für den Zoo, sondern die gesamte Stadt Frankfurt. Es gilt, das bislang Erreichte konsequent weiterzuentwickeln und umzusetzen“, teilte das Kulturdezernat auf Anfrage mit.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Herr Casares, wie muss man sich den Abschied eines Zoodirektors von seinem Zoo vorstellen? Streifen Sie jeden Tag durch den Tierpark und verabschieden sich von Ihren Tieren?

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