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Frankfurter Zoo : Heimkehr nach zwei Jahrzehnten

Alte Heimat: Die Südafrikanischen Seebären Daisy und Egoli scheinen Frankfurt zu mögen. Bild: Zoo Frankfurt

Daisy und Egoli kamen in Frankfurt zur Welt. Oder besser: ins Wasser. Nun kehren die Südafrikanischen Seebären in den Zoo ihrer Geburt zurück.

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          Ob sie die Umgebung noch wieder erkennen? Riecht das Wasser noch so wie anno 2001? Daisy und Egoli haben schließlich die ersten Jahre ihres Lebens schwimmend und robbend im Frankfurter Zoo verbracht. Nun sind die beiden Südafrikanischen Seebären nach zwei Jahrzehnten in ihre alte Heimat zurückgekehrt, wo sie 1997 beziehungsweise 1998 geboren wurden. Sie füllen eine Lücke, die der Tod von Seebärbulle Otti in den letzten Monaten hinterlassen hatte. „Es ist schön, dass wieder Ohrenrobben bei uns zu sehen sind. Denn wir wollen auf jeden Fall die Unterschiede zu den Hundsrobben zeigen, zu denen unsere Seehunde gehören“, sagt Zootierärztin Nicole Schauerte, die als Kuratorin zuständig für die Robben ist. „Man kann daran gut erklären, wie unterschiedlich die Anpassung der verschiedenen Robben-Arten an den Lebensraum Meer sein kann. Die namensgebenden Ohren der Ohrenrobben sind dabei nur eines von mehreren Merkmalen.“

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Rückkehr der beiden Weibchen, die seit 2001 in Rostock beheimatet waren und mehrfach Nachwuchs bekommen haben, wurde möglich, da die Seebärenanlage in Rostock umgebaut wird. Dadurch mussten sie ihre bisherige Heimat gegen die alte eintauschen.

          Elegante Schwimmmanöver

          „Die gelehrigen Seebären gehören zu den Besucherlieblingen und die Schaufütterung dieser Tiere zu den Highlights jedes Zoobesuchs“, sagt die für den Zoo zuständige Kulturdezernentin Ina Hartwig. „Aber auch didaktisch sind die Tiere interessant. Die großen Unterwassereinblicke der Anlage erlauben einen guten Blick auf die eleganten Schwimmmanöver der großen Tiere, die uns an Land eher etwas schwerfällig vorkommen.“

          Südafrikanische Seebären (Arctocephalus pusillus) gelten laut Roter Liste der Weltnaturschutz-Union IUCN aktuell als nicht gefährdet, jedoch könnte der Einfluss des Klimawandels auf den Benguelastrom im Südatlantik zukünftig negative Auswirkungen auf den Bestand haben.

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