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F.A.Z. exklusiv : Frankfurter Uni-Senat will mehr Präsidenten-Bewerber

Wettbewerb: Frankfurts Uni-Präsidentin Birgitta Wolff soll nach dem Willen des erweiterten Senats mehr als nur zwei Gegenkandidaten bekommen Bild: Wonge Bergmann

Der Hochschulrat der Frankfurter Goethe-Uni will nur zwei Bewerber neben Birgitta Wolff für das Präsidentenamt. Das stört den erweiterten Senat. Und er hat noch einen Einwand.

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          Der erweiterte Senat der Goethe-Universität bittet den Hochschulrat, seine Entscheidung über die Kandidaten für das Amt des Universitätspräsidenten noch einmal zu überdenken. In einer Sitzung am Mittwoch hat sich nach Informationen der F.A.Z. eine absolute Mehrheit der Senatoren dafür ausgesprochen, in diesem Sinne an den Rat zu appellieren.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Hochschulrat hatte, wie berichtet, für die Präsidentenwahl am 8. Juli Amtsinhaberin Birgitta Wolff sowie den Biologen und früheren Uni-Vizepräsidenten Enrico Schleiff vorgeschlagen. Nicht nominiert wurden der ebenfalls an der Goethe-Uni lehrende Psychologe Holger Horz und der Historiker Jan Palmowski von der University of Warwick. Dies hatte im Senat Unmut hervorgerufen, da die meisten seiner Mitglieder mindestens drei der Bewerber für grundsätzlich wählbar hielten.

          „Wahlverfahren problematisch“

          Nach Ansicht der Senatsmehrheit handelt der Hochschulrat – ebenso wie der Senat – bei der Vorbereitung der Präsidentenwahl in bester Absicht. Es sei aber zu befürchten, dass eine Mehrheit bei der Wahl nicht oder ungültig abstimme, um gegen die Streichung der Kandidaten zu protestieren. Dies könne womöglich verhindert werden, wenn der Hochschulrat wenigstens die drei internen Bewerber zulasse.

          Unabhängig davon hält der Senat das Wahlverfahren insgesamt für problematisch, weil es dem Hochschulrat ermögliche, eine Vorauswahl zu treffen, die den eigentlichen Akt der Präsidentenwahl entwerte. Daher sei es wünschenswert, das Hessische Hochschulgesetz oder die Grundordnung der Universität so zu ändern, dass ein einvernehmliches Zusammenwirken von Hochschulrat und erweitertem Senat festgeschrieben werde.

          Dem Vernehmen nach wird sich der Hochschulrat am Donnerstag noch einmal mit dem Wahlverfahren befassen. Die Chance, dass er die Kandidatenliste erweitert, wird als gering eingeschätzt, da offenbar eine Zweidrittelmehrheit des Rats die Entscheidung mitgetragen hat, nur Wolff und Schleiff zuzulassen.

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