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Frankfurter Tafel : Neue Räume, aber ein großes Problem

Die Frankfurter Tafel hat neben leeren Regalen und fehlenden Mitteln nun auch noch ein Abwasserproblem. Bild: Frank Röth

Ein Grundstück im bebauten Gebiet ohne Kanalanschluss: So etwas gibt es in Frankfurt. Ausgerechnet ein gemeinnütziger Verein muss sein Abwasser deshalb teuer entsorgen. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern.

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          Die Frankfurter Tafel, die Lebensmittelspenden an Bedürftige verteilt, hat es nicht leicht in diesen Tagen: Rückläufige Spenden, eine steigende Zahl von Bedürftigen sowie wachsende Kosten erschweren die Hilfsleistungen des gemeinnützigen Vereins. Hinzu kommen Aufwendungen, die man nicht auf der Rechnung hatte, als die Organisation im Herbst 2020 ihr neues Lager- und Bürogebäude in der Vilbeler Landstraße in Fechenheim bezog. Heute rückt dort alle zwei Wochen ein Tankwagen an, um das Abwasser zu entsorgen. Denn an die Kanalisation angeschlossen ist das Grundstück nicht.

          Günter Murr
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das sei dem Verein nicht bewusst gewesen, als er das Areal an den Bahngleisen Richtung Hanau 2019 kaufte, sagt der Vorsitzende Rainer Häusler. Vielmehr sei man davon ausgegangen, dass sich das Grundstück ordnungsgemäß über einen vorhandenen Anschluss entwässern lässt. Schließlich wurde es schon früher gewerblich genutzt, die Collodin-Klebstoffwerke hatten dort bis vor einigen Jahren ihren Sitz. Dann erwarb der Bauträger Deutsche Reihenhaus das Firmengelände und verkaufte den südlichen Teil weiter an die Tafel. Ein Glücksfall sei das gewesen, erinnert sich Häusler. Denn man habe zehn Jahre lang ein geeignetes Gelände gesucht. Rund zwei Millionen Euro investierte die Tafel in den Neubau.

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