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Frankfurter Städtische Bühnen : Zehn Jahre bis zum Theaterviertel

Favorisierte Lösung: Neubau der Oper neben dem Japan-Center Bild: von Gerkan, Marg und Partner

Mit Neubauten für Oper und Schauspiel soll in Frankfurt eine Kulturachse werden. Die Idee der Kulturdezernentin entfacht eine rege Debatte. Der Intendant drängt zur Eile.

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          Notfalls, sagt Anselm Weber, würde er seinen Appell im Stadtparlament auch vorsingen. Oder vortanzen. Der Intendant des Schauspiels, der für 1100 Mitarbeiter spricht, hält die Arbeitsbedingungen an den Städtischen Bühnen für unerträglich. „Wir heizen im Winter den Willy-Brandt-Platz. Und im Sommer ist es drückend heiß.“ Die Politik müsse auch baulich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass gutes Theater entstehen könne. Weber bezweifelt, dass das mit einer Sanierung der verschachtelten Doppelanlage gelingen kann. Ein Neubau beider Häuser an den Wallanlagen sei die beste Lösung: „Gegen diese Ideen kann man nur schwer etwas einwenden.“

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit „diesen Ideen“ meint Weber die Vorschläge der Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), die das Architekturbüro gmp mit Testentwürfen illustriert hat, die am Mittwoch in dieser Zeitung und abends dann in einer Podiumsdiskussion im Architekturmuseum veröffentlicht wurden. Im Mittelpunkt stehen zwei Varianten: In einer „Spiegel-Variante“ würden Oper und Schauspiel schräg gegenüber am Willy-Brandt-Platz errichtet – das Schauspiel neben dem Eurotower, die Oper am jetzigen Standort des Schauspiels. In einer zweiten, von Hartwig bevorzugten Variante zöge die Oper auf das Grundstück der Frankfurter Sparkasse zwischen Neuer Mainzer Straße und Wallanlage, das Schauspiel erhielte an seinem jetzigen Ort einen Neubau, in dem auch die Werkstätten und Probebühnen Platz fänden.

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