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Nach jahrelangem Rechtsstreit : Früherer Frankfurter Rennbahnbetreiber löst sich auf

  • Aktualisiert am

Vergangenheit: die Frankfurter Pferderennbahn - hier will der DFB seine Akademie bauen Bild: dpa

Gerade noch gerichtlich zur Zahlung ausstehender Stromrechnungen verpflichtet, steht der Frankfurter Rennklub vor seinem Ende. Begründung: „Der Vereinszweck fällt flach.“

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          Jahrelang führte der Frankfurter Rennklub durch alle Instanzen hindurch einen Rechtsstreit gegen die Stadt um das Rennbahngelände, auf dem nun eine Akademie des Deutschen Fußballbunds (DFB) entstehen soll. Doch nun wird der Rennklub liquidiert, eine Abwicklungsgesellschaft soll jetzt den Rest der noch anstehenden Forderungen erledigen. „Der Vereinszweck fällt flach“, sagte Carl-Philipp Graf zu Solms-Wildenfels, der langjährige Schatzmeister des Vereins, am Dienstag. „Warum soll man an etwas festhalten, das im Grunde nur noch Nostalgiewert hat?“

          Insolvent sei der Rennklub aber nicht, sagte Solms-Wildenfels. Teuer war die mehrjährige Auseinandersetzung vor mehreren Gerichten aber schon: Etwa 700.000 Euro hätten der Rechtsstreit und ein im Jahr 2015 initiierter Bürgerentscheid nach Schätzungen des Rennklubs gekostet.

          Urteile zugunsten der Stadt

          Hinzu kommen womöglich weitere Forderungen: „Die Urteile der Gerichte sind zugunsten der Stadt ausgegangen“, sagte ein Sprecher des Immobiliendezernats. Darin sei auch die Gegenseite, also der Rennklub, zur Übernahme der Prozesskosten verurteilt worden.

          Kosten für die Stadt wären aber auch dann angefallen, „wenn es keinen einzigen Prozess gegeben hätte“, sagte der Sprecher mit Blick auf die Kosten für den Abriss der Rennbahntribüne vor der Übergabe des Grundstücks. Hinzu kämen die Kosten für den Erwerb von Anteilen an der früheren Rennbahn-Gesellschaft Hippodrom. Insgesamt war im Mai in einer Antwort des Dezernats in der Fragestunde von rund sieben Millionen Euro die Rede.

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