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Vierstellige Summe : Frankfurter Rennklub muss offene Stromrechnung begleichen

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Vorbei: Hier fanden ehedem Pferderennen statt - nun soll der ehemalige Betreiber noch offene Stromrechnungen begleichen Bild: dpa

Noch eine juristische Niederlage für den Frankfurter Rennklub: Der Verein muss nach einem Gerichtsbeschluss offene Stromrechnungen begleichen. Nur: Der frühere Betreiber der ehemaligen Pferderennbahn ist insolvent.

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          Der insolvente Frankfurter Rennklub muss für Stromlieferungen bezahlen, die über einen Zähler auf dem Gelände der ehemaligen Rennbahn abgerechnet wurden. Wie aus einem am Montag bekanntgewordenen Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt (OLG) hervorgeht, hatte der Rennklub Zugang zu dem entsprechenden Zähler.

          Zwischen dem Klub und der Klägerin, einem Energieversorgungsunternehmen, sei ein Vertrag in Form einer sogenannten Realofferte geschlossen worden - der Rennklub hatte also Strom abgenommen und dadurch dem Leistungsangebot des Versorgers zugestimmt. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin geht es um einen mittleren vierstelligen Euro-Betrag.

          Frage der Verfügungsgewalt

          Der Klub hatte unter anderem angegeben, keinen Schlüssel zu dem Gebäude mit dem darin befindlichen Zähler gehabt zu haben. Zudem sei die Betreibergesellschaft des Rennbahngeländes Kunde des Energieunternehmens gewesen. Die Gesellschaft habe den Vertrag zwar nach dem Ende des Mietvertrags mit der Stadt Frankfurt gekündigt, sei dazu aber gar nicht befugt gewesen.

          Das OLG entschied jedoch im Sinne der Klägerin: Der Rennklub hatte demnach im Abrechnungszeitraum tatsächlich Strom abgenommen und die Verfügungsgewalt über den Zähler - und auf diese Verfügungsgewalt komme es an. Gegen das Urteil kann kein Widerspruch eingelegt werden.

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