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Nach rechtsextremen Chats : Frankfurter Polizeipräsident plant Transparenzoffensive

Will etwas verändern: Polizeipräsident Gerhard Bereswill im Frankfurter Polizeipräsidium Bild: Lucas Bäuml

Der Frankfurter Polizeipräsident hatte sich lange nicht zu den Vorwürfen gegen Beamte seiner Behörde geäußert. Jetzt aber erklärt Gerhard Bereswill, wie er die Polizeibasis erreichen will.

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          Die Frankfurter Polizei will Teile ihrer Behördenstruktur erneuern, um rassistische, antisemitische und anderweitig menschenfeindliche Tendenzen innerhalb der Institution stärker zu bekämpfen. Wie Polizeipräsident Gerhard Bereswill im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte, ist die Neuausrichtung eine Reaktion auf die bekannt gewordenen Chatgruppen im 1.Revier sowie beim Spezialeinsatzkommando (SEK). So will die Behörde nun erstmals die Chatinhalte für alle Beamten veröffentlichen.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Geplant seien zehn Großveranstaltungen mit insgesamt etwa 2000 Teilnehmern. „Die einzige Möglichkeit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutlich zu machen, dass es hier um ein Grundsatzthema geht, ist, dass man die Bilder zeigt“, so Bereswill. Bisher sei das nur in kleinem Kreis unter den Führungskräften geschehen. „Diesmal gehen wir deutlich weiter. Wir müssen auch die Basis direkt und in einem unmittelbaren Austausch erreichen.“

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