https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/frankfurter-polizei-mutmasslicher-verrat-von-dienst-geheimnissen-18233065.html
Ausgezeichnete Arbeit: Katharina Iskandar berichtet über Fälle von Rechtsextremismus und Terrorismus im Rhein-Main-Gebiet.

Frankfurter Polizei : Langer Weg der Aufklärung

Hat mit immer neuen Vorwürfen zu tun: Die Frankfurter Polizei Bild: Michael Braunschädel

Die Frankfurter Polizei hat mit immer neuen Vorwürfen zu tun. Diesmal geht es um den mutmaßlichen Verrat von Dienstgeheimnissen von oberster Stelle. Der Weg zur Aufklärung könnte noch schmerzhaft sein.

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          Inzwischen lässt sich kaum noch ausmachen, wie viele Sondersitzungen des Innenausschusses im hessischen Landtag es zum Polizeiskandal schon gegeben hat. Im Grunde geht es immer um die gleichen Fragen und um dieselben Vorwürfe: Polizisten aus Frankfurt stehen wegen rechtsextremer Äußerungen unter Verdacht. Bisher ist bei diesen Sitzungen kaum etwas herausgekommen. Vielleicht auch deshalb, weil die falschen Akzente gesetzt worden sind. Denn das, was seit mehr als drei Jahren an Verdachtsfällen im Raum steht, ist kein politischer Skandal. Es ist eine Systemkrise, die die Polizei inzwischen auf allen Ebenen erreicht.

          Diesmal richtet sich der Verdacht gegen Führungskräfte, die Ermittlungen wegen der rechtsextremen Äußerungen manipuliert haben sollen. An vorderster Stelle steht der Leiter der internen Ermittlungen selbst. Es ist derjenige, der als Hauptsachgebietsleiter Amtsdelikte, wie es im korrekten Sprachgebrauch heißt, der Herr über alle internen Verfahren ist. Unabhängig von den Chats, um die es dabei gehen soll, ist das das wirklich Brisante an diesem Fall.

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