https://www.faz.net/-gzg-a01kd

Frankfurter Modellprojekt : Weiter mit Sichtschutz gegen Wildgänse

  • Aktualisiert am

Abgeschirmt: Ein Zaun soll das Wildgänse-Problem im Frankfurter Ostpark lösen. Bild: dpa

Im Frankfurter Ostpark machen sich Wildgänse breit. Ein Sichtschutz soll die Tiere daran hindern, die Liegeflächen zu okkupieren. Das geschieht mit Erfolg, wie Umweltdezernentin Rosemarie Heilig findet.

          1 Min.

          Die Stadt Frankfurt hält im Streit über Wildgänse im Ostpark an ihrem Konzept eines Sichtschutzes fest. Der inzwischen mit einer Hecke begrünte Zaun halte die Vögel wie geplant weitgehend davon ab, sich auf den Liegewiesen breit zu machen, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Mittwoch. Auch die Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, die das Modellprojekt begleitet, berichtete von ersten Erfolgen. Bei den Tieren handelt es sich um Grau-, Kanada- und Nilgänse.

          Die Hecke soll den Vögeln die Sicht von den Wiesen auf einen See versperren - und ihnen so die Lust nehmen, sich auf dem auch bei menschlichen Besuchern beliebten Grün niederzulassen. Vor allem der Gänsekot sorgt immer wieder für Unmut, auch am Mainufer. Zwischenzeitlich hatte es Kritik an dem städtischen „Gänse-Management“ gegeben, da Parkbesucher von Vögeln berichteten, die den Zaun einfach überflogen hätten.

          Heilig sagte, bei der Beobachtung der Gänse sei aufgefallen, dass sie sich regelrecht auf die Grünpflanze Portulak stürzten. Dies könne eine Chance sein, die Vögel regelrecht zu lenken, indem es gezielt in anderen Bereichen angesät werde. Zudem soll mit unterschiedlichen Mäh-Intervallen experimentiert werden.

          Mit dem Modellprojekt sollen alternative Maßnahmen zum Abschuss gefunden werden. „Mit unseren Lenkungsmaßnahmen wollen wir die Gänse nicht aus Frankfurt verbannen“, erklärte Heilig. Doch viele Menschen störten sich vor allem an Nilgänsen. „Dem tragen wir Rechnung und versuchen sie in andere Bereiche zu locken“, erklärte die Dezernentin.

          Weitere Themen

          Flügel am Hahn gestutzt

          Heute in Rhein-Main : Flügel am Hahn gestutzt

          Der Flughafen Hahn meldet Insolvenz an. Adventskzerzen haben Konjunktur. Und die Buchmesse öffnet die Hallen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          Wie man um die Ecke schießt Video-Seite öffnen

          Geht doch! : Wie man um die Ecke schießt

          Ecken direkt verwandeln – auf dem Fußballplatz geht das noch vergleichbar einfach. Beim Tipp-Kick braucht es viel Feingefühl. Wir verraten, wie der perfekte Schuss um die Ecke gelingt.

          Jenseits des Zentrums

          Am Stadtrand von Frankfurt : Jenseits des Zentrums

          Die Stadtteile im Westen und Osten Frankfurts haben einiges gemeinsam: den Main, das Grün und die großen Industriegebiete. Aber sie teilen auch viele Schwierigkeiten. Und dann ist da auch noch die Sache mit dem Müll.

          Topmeldungen

          Polens Streit mit der EU : Alle Zeichen stehen auf Sturm

          Ministerpräsident Morawiecki stellt Polen als Opfer finsterer Machenschaften dar. Eine Annäherung im Streit mit der EU rückt damit in weite Ferne. Die meisten sind sich einig: Polen ist an den Rand Europas gerückt.
          Julian Reichelt

          Der Fall Julian Reichelt : Was uns der Rauswurf des Bild-Chefs sagt

          Der Bild-Chefredakteur Julian Reichelt ist seinen Job los. Bei seinem Betragen ist das nur angemessen. Springer-Chef Döpfner hält ihn indes für einen „Rebellen“. Das ist der falsche Begriff.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.