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Frankfurter Modellprojekt : Weiter mit Sichtschutz gegen Wildgänse

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Abgeschirmt: Ein Zaun soll das Wildgänse-Problem im Frankfurter Ostpark lösen. Bild: dpa

Im Frankfurter Ostpark machen sich Wildgänse breit. Ein Sichtschutz soll die Tiere daran hindern, die Liegeflächen zu okkupieren. Das geschieht mit Erfolg, wie Umweltdezernentin Rosemarie Heilig findet.

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          Die Stadt Frankfurt hält im Streit über Wildgänse im Ostpark an ihrem Konzept eines Sichtschutzes fest. Der inzwischen mit einer Hecke begrünte Zaun halte die Vögel wie geplant weitgehend davon ab, sich auf den Liegewiesen breit zu machen, sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Mittwoch. Auch die Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, die das Modellprojekt begleitet, berichtete von ersten Erfolgen. Bei den Tieren handelt es sich um Grau-, Kanada- und Nilgänse.

          Die Hecke soll den Vögeln die Sicht von den Wiesen auf einen See versperren - und ihnen so die Lust nehmen, sich auf dem auch bei menschlichen Besuchern beliebten Grün niederzulassen. Vor allem der Gänsekot sorgt immer wieder für Unmut, auch am Mainufer. Zwischenzeitlich hatte es Kritik an dem städtischen „Gänse-Management“ gegeben, da Parkbesucher von Vögeln berichteten, die den Zaun einfach überflogen hätten.

          Heilig sagte, bei der Beobachtung der Gänse sei aufgefallen, dass sie sich regelrecht auf die Grünpflanze Portulak stürzten. Dies könne eine Chance sein, die Vögel regelrecht zu lenken, indem es gezielt in anderen Bereichen angesät werde. Zudem soll mit unterschiedlichen Mäh-Intervallen experimentiert werden.

          Mit dem Modellprojekt sollen alternative Maßnahmen zum Abschuss gefunden werden. „Mit unseren Lenkungsmaßnahmen wollen wir die Gänse nicht aus Frankfurt verbannen“, erklärte Heilig. Doch viele Menschen störten sich vor allem an Nilgänsen. „Dem tragen wir Rechnung und versuchen sie in andere Bereiche zu locken“, erklärte die Dezernentin.

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