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Erforschung von Emotionen : Starke Gefühle werden leichter missverstanden

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Ist die Dame entzückt oder entsetzt? Das Mienenspiel exaltierter Zeitgenossen wie dieser Anhängerin von Donald Trump ist mitunter schwer zu deuten. Bild: dpa

Heftige Emotionen sind nicht so leicht zu deuten, wie es scheint. Sie werden sogar eher falsch interpretiert, wie eine Studie von Frankfurter Max-Planck-Forschern zeigt.

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          Je schallender das Lachen, je heftiger das Weinen, desto leichter versteht das Gegenüber, dass man fröhlich oder traurig ist – oder nicht? Forscher des Frankfurter Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik haben zusammen mit Kollegen aus New York herausgefunden, dass der Zusammenhang komplizierter ist. Sie spielten Probanden nonverbale Laute wie Schreien, Seufzen und Stöhnen vor und ermittelten, wie gut die Versuchspersonen diese Emotionen deuten konnten.

          Erstaunlicherweise wurden nicht etwa die intensivsten Gefühle am besten interpretiert. Sie führten sogar eher zu Missverständnissen, da zum Beispiel Emotionen wie Überraschung und Triumph nicht mehr sicher auseinandergehalten werden konnten. Auch erschien nicht immer klar, ob das Signal positiv oder negativ war. Erstautorin Natalie Holz findet das aus psychologischer Sicht plausibel: „In Extremsituationen mag es wichtiger sein, die Relevanz zu erkennen und alarmiert zu sein, als die nuancierte emotionale Bedeutung auszumachen.“

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