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Europameisterschaft 2024 : Frankfurter Logo mit Illumination am Römer vorgestellt

Im Zeichen der Vielfalt Europas: Der Frankfurter Römer illuminiert mit dem Logo der Europameisterschaft 2024 Bild: Michael Braunschädel

Frankfurt ist eine von zehn Städten, in denen 2024 die Fußball-Europameisterschaft ausgetragen wird. Am Montagabend wurde am Römer wie in allen anderen Städten ein lokales Logo vorgestellt.

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          Frankfurt hat Träume. Einer davon ist – das sagte zuletzt Sportdezernent Mike Josef –, dass die deutsche Nationalmannschaft dereinst wieder ihre Titelgewinne auf dem Römerbalkon zelebrieren möge. So war es vor dem WM-Sieg von 2014 über Jahrzehnte nach großen Turniererfolgen von Frauen wie Männern üblich, ehe DFB-Direktor Oliver Bierhoff plötzlich für die männlichen DFB-Stars nur noch das Brandenburger Tor als Kulisse für die Präsentation von Stars und Stakeholdern hip genug fand.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nun erscheinen Welt- und Europameisterschaftssiege zurzeit so fern wie ein schlüssiges Verkehrskonzept für die Frankfurter Innenstadt. Aber im Logo für die Fußballeuropameisterschaft 2024 findet die Balkon-Vision immerhin ihren Niederschlag, wie sich bei der mit einer Lichtshow in Szene gesetzten Präsentation am Dienstagabend zur passenden Uhrzeit um 20:24 Uhr zeigte: Es kommt zum Doppelpass zwischen dem Coupe Henri Delaunay, dem nach einem früheren UEFA-Generalsekretär benannten EM-Pokal, und dem Römer, die möglichst am 15.Juli 2024, am Tag nach dem Endspiel, real zueinander finden mögen.

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          „Fußball und Frankfurt – das gehört zusammen wie Ebbelwei und Geripptes“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bei der Präsentation. „Wir waren Austragungsort bei vier großen Turnieren, Weltmeisterinnen und Weltmeister feierten ihre Siege auf unserem Römerbalkon. Wir freuen uns darauf, als Stadt in der Mitte Europas 2024 Teams und Fans aus ganz Europa bei uns willkommen zu heißen.“

          Abkehr von der Skyline

          Die Rückbesinnung auf den Römer im sogenannten Host City Logo ist bemerkenswert, weil Frankfurt im Gastgeber-Marketing der vergangenen beiden Großturniere, der Männer-WM 2006 und der Frauen-WM 2011, stets die Skyline ins Bild setzte. Nun ist das historische Rathaus also wieder en vogue. Und zu keiner der zehn deutschen Gastgeberstädte von München über Stuttgart, Leipzig und Hamburg bis hin zum wahrscheinlichen Endspielort Berlin, wo zeitgleich das Hauptlogo für die EM und auch die Motive der anderen Städte vorgestellt wurden , passt besser, wie bunt die EM-Trophäe umrandet ist: Die 24 Farbbalken stehen nicht nur für die 24 Teilnehmerländer, die sich bis 2024 fürs Endturnier qualifizieren müssen.

          Nach Angaben des europäischen Fußballverbands UEFA decken die Farbstreifen zugleich alle Farben ab, die in den Flaggen der 55 Mitgliedsnationen auftauchen. Bekannte Farbkombinationen wie die französische Trikolore, die belgische, italienische oder russische Flagge springen ins Auge.

          Enthüllt: Das Logo der EM 2024.
          Enthüllt: Das Logo der EM 2024. : Bild: AFP

          Das Regenbogenspektrum muss als Zeichen neuer Welt- oder zumindest Europaoffenheit gedeutet werden, waren bei den früheren Turnieren noch Schwarz, Rot und Gold die einzigen Farben, die beispielsweise 2006 „Die Welt zu Gast bei Freunden“ begrüßten. 2024 wird es in der Ansprache der Fußballtouristen nun etwas kumpelhafter zugehen. „Gude Europa! Wir freuen uns auf euch und die EURO 2024“ wird es dann in Frankfurt heißen. Es könnte ein Traum werden.

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