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Wegen Coronavirus-Krise : Kirchentag wird voraussichtlich abgesagt

  • -Aktualisiert am

Schaut hin: Motto des Ökumenischen Kirchentags 2021 Bild: dpa

Erst wurde die Besucherzahl des Ökumenischen Kirchentages stark reduziert, jetzt wird das Treffen möglicherweise abgesagt. Die Veranstaltung soll nach bisherigen Plänen im Mai 2021 in Frankfurt stattfinden.

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          Der für Mai nächsten Jahres geplante 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt wird wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich nicht stattfinden. Uwe Becker (CDU), Bürgermeister, Kämmerer und Kirchendezernent, deutete am Dienstag an, dass an einer Absage wohl kein Weg vorbeiführen werde. Bei aller Freude über dieses Fest des Glaubens und des Miteinanders stelle sich die Frage, ob eine solche Großveranstaltung mit 30.000 oder mehr Teilnehmern in Zeiten von Corona zu verantworten sei, sagte Becker auf Anfrage. Die endgültige Entscheidung werde allerdings erst in den nächsten Tagen in Gesprächen zwischen der Stadt und Spitzenvertretern der evangelischen und katholischen Kirche getroffen.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Becker wies darauf hin, dass die Organisation eines Kirchentages ein halbe Jahr Vorlauf benötige, deshalb könne die Entscheidung nicht weiter hinausgeschoben werden. Angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen sind inzwischen offenbar auch die Repräsentanten der beiden großen Kirchen zu der Auffassung gelangt, dass eine gemeinsame Großveranstaltung nicht zu verantworten sei. Im September hatte das Präsidium des Kirchentages noch angekündigt, das ökumenische Fest werde trotz der Pandemie stattfinden. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt solle ein Hygienekonzept erstellt werden, das es möglich machen werde, das Ereignis ohne das bei Kirchentagen sonst übliche Gedränge an mehreren Orten in der Innenstadt, auf dem Messegelände und in Kirchen auszurichten.

          Zu diesem Zeitpunkt waren die Veranstalter statt von ursprünglich erwarteten 100.000 Teilnehmern bereits nur noch von 30.000 Besuchern ausgegangen. Auch auf die Unterbringung in Privatquartieren sollte verzichtet werden. Allerdings waren auch in der abgespeckten Version des Kirchentages noch Sammelquartiere in Schulen oder Übernachtungsangebote auf Campingplätzen vorgesehen.

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