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Frankfurt : Weltkriegsbombe unter Wasser gesprengt

Gesprengt: die Bombe im Main Bild: dpa

Kurz nach halb zwölf haben Experten des Kampfmittelräumdienstes die im Main in Frankfurt gefundene Bombe gesprengt. Der Knall war deutlich zu hören. Und auch zu spüren, wie Anlieger twitterten. Die Sperrungen sind aufgehoben.

          Der Kampfmittelräumdienst hat den im Main in Frankfurt entdeckten Sprengkörper unschädlich gemacht. „Die Weltkriegsbombe im Main ist nun nicht mehr“, teilte die Frankfurter Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der Knall nach der Sprengung sei deutlich zu hören gewesen - obwohl die Bombe unter Wasser hoch ging, was eine meterhohe Fontäne nach sich zog.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Sperrungen um die Einsatzzone waren aber kurz danach noch nicht aufgehoben. Begründung: „Aktuell wird überprüft, ob die Sprengung des Zünders erfolgreich war“, hieß es um kurz nach halb zwölf. Gut eine Stunde später kam die Bestätigung: Taucher prüften, ob der Blindgänger tatsächlich unschädlich gemacht worden war. „Es wurde bestätigt, dass die Bombe keine Gefahr mehr darstellt“, sagte anschließend ein Sprecher der Polizei. Die Sperrungen sind aufgehoben, die Anwohner dürfen in ihre Wohnungen zurück.

          Um den Ort der Sprengung muss die Detonation auch deutlich zu spüren gewesen sein. Ein Anwohner berichtete auf Twitter über ein kurzes „Wackeln des ganzen Hauses an der Friedensbrücke“ und fragte: „Das war nur der Zünder der Bombe? Oder gab es zufällig parallel ein kleines Erdbeben?“

          Vor der Entschärfung mussten die Experten noch Fische vertreiben, dafür setzen sie kleine Sprengkörper ein. Dies teilte die Frankfurter Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

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          Evakuierung planmäßig

          Wegen der Entschärfung oder Sprengung einer 250 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg haben am Morgen etwa 600 Menschen ihre Häuser in Frankfurt vorübergehend verlassen müssen.

          Die Evakuierung hatte gegen 8 Uhr begonnen. Um 9.32 Uhr twitterte die Polizei dann: „Zeit für die Fachleute. Der Kampfmittelräumdienst beginnt mit der Arbeit.“

          Bombe beim Übungstauchen entdeckt

          Der Sprengkörper war am Dienstag bei einem Übungstauchen der Feuerwehr entdeckt worden. Die Entschärfung im Herzen Frankfurts hatte weitreichende Auswirkungen auf das öffentliche Leben der Stadt. So fielen am Sonntagmorgen etwa die Gottesdienste im Kaiserdom aus. Auch das Historische Museum sowie das Junge Museum waren geschlossen.

          Anwohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, konnten im Ratskeller im Rathaus Römer Zwischenstation machen. Wie die Feuerwehr twitterte, nahmen kurz nach halb zehn etwa 30 Personen das Angebot ehrenamtlicher Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes wahr.

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