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Goethe-Universität : Stiftungsvermögen wächst auf 47 Millionen Euro

  • Aktualisiert am

Das Land Hessen will das Stiftungsvermögen um bis zu 50 Millionen aufzustocken Bild: F.A.Z. - Helmut Fricke

Die Goethe-Universität ist um 47 Millionen Euro reicher. 32 Millionen stammen aus der Spende des Frankfurter Ehepaares Kassel, 15 Millionen gab die Stadt Frankfurt.

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          Die Frankfurter Goethe-Universität hat sich nach ihrer Umwandlung in eine Stiftungsuniversität zu Beginn des Jahres bereits 47 Millionen Euro gesichert. Wie Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) und Universitätspräsident Rudolf Steinberg am Freitag erklärten, stammen 32 Millionen Euro aus dem Nachlass des Frankfurter Bankier-Ehepaares Kassel als Stiftung, und 15 Millionen Euro von der Stadt Frankfurt.

          Damit sei der Stiftungsuniversität „ein herausragender Start gesichert“, sagte Steinberg. Das Land wird sich im Rahmen sogenannter „matching funds“ (Spendenvervielfachung) mit bis zu 50 Millionen Euro am Aufbau des Kapitals für die Stiftungsuniversität beteiligen. Das heißt, für jeden von der Hochschule eingeworbenen Euro für das Stiftungskapital von Dritten erhält die Universität jeweils einen Euro vom Land Hessen. Dieses Geld werde aber erst nach dem Verkauf des alten Campus Bockenheim fällig, sagte Weimar. Allerdings nannte der Minister die Verhandlungen in diesem Fall „äußerst kompliziert“. Er gehe aber davon aus, dass sie im Laufe dieses Jahres abgeschlossen werden könnten.

          Frankfurter Hochschule soll „zu den Spitzenunis aufschließen“

          „Das Problem ist, dass da viele Interessen zusammenkommen“, sagte der Minister über das alte Gelände. Er nannte den Denkmalschutz und die Interessen der Stadt Frankfurt. Mit der Umwandlung in eine Stiftungsuniversität habe das Land außerdem 20 Millionen Euro bereitgestellt. Auf dem neuen Campus Westend wolle das Land fertige Gebäude übergeben, so dass die Bauunterhaltung keine Probleme mache. Das Land habe sich „sehr angestrengt“, um die Zukunft der Universität zu sichern. Steinberg sagte, die Frankfurter Hochschule wolle „aufschließen zu den Spitzenunis in Deutschland“.

          Durch den Status als Stiftungsuniversität würden die „Spielräume größer und besser“. Die Flexibilität beim Einsatz des Geldes habe es beispielsweise ermöglicht, auch aus dem Ausland hochrangige Wissenschaftler nach Frankfurt zu holen. Zu dem Plan von SPD, Grünen und der neu in den Landtag eingezogenen Partei Die Linke, die Studiengebühren wieder abzuschaffen, sagte Weimar, er könne nur massiv davor warnen. Die Studiengebühren machten 120 Millionen Euro für 2009 aus. „Wenn die wegfallen, weiß ich nicht, was ich machen soll.“ Er halte dann die Gesamtplanung des Landeshaushalts „für hochgefährdet“.

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