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Frankfurter Gesicht: Mirjam Heydorn hat den Stab aufgenommen und engagiert sich seither als Vorstandsmitglied im „Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945“. Bild: Zeichnung Oliver Sebel

Frankfurter Gesichter : Mirjam Heydorn und der Widerstand

  • -Aktualisiert am

Die Anwältin Mirjam Heydorn ist die Tochter von zwei Widerstandskämpfern. Über den Widerstand gegen die NS-Diktatur wurde dementsprechend viel in der Familie gesprochen – das Thema, so sagt Heydorn, sei Teil ihrer Identität.

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          Am 20. Juli dieses Jahres hat Mirjam Heydorn in der Paulskirche beim traditionellen Gedenken an die Attentäter um Graf Stauffenberg an einen Widerstand gegen Hitler und die Nationalsozialisten erinnert, der noch immer weitgehend vergessen oder gar verdrängt wird: an den Widerstand in der Arbeiterbewegung, in den Kirchen oder subkulturellen Milieus wie etwa der Swing-Jugend. Die Anwältin wusste genau, wovon sie sprach, denn sie ist die Tochter von zwei Widerstandskämpfern.

          Ihre Mutter Irmgard Heydorn hatte in Hamburg als Mitglied des Internationalen Sozialistischen Kampfbundes illegal Schriften verteilt oder Verfolgten beigestanden. In ihrem späteren Leben trat sie jahrelang zusammen mit der heutigen Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn als Zeitzeugin vor Schulklassen auf. Vater Heinz-Joachim Heydorn, der als Pädagogikprofessor die Hochschule für Erziehung mit aufgebaut und 1967 in die Frankfurter Goethe-Universität einzugliedern geholfen hat, war 1944 aus moralischen Gründen aus der Wehrmacht desertiert und hatte in einem englischen Kriegsgefangenenlager deutsche Soldaten mit demokratischem Gedankengut bekannt gemacht. Über den Widerstand gegen die NS-Diktatur wurde dementsprechend viel in der Familie gesprochen, das Thema, so sagt die Tochter, sei Teil ihrer Identität.

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