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Frankfurter Gesichter : Johanna Süß und das Lichter Filmfest

Johanna Süß leitet das Lichter Filmfest. Bild: Zeichnung Oliver Sebel

Sie macht mit wenigen Mitteln viele schöne Dinge und schaut zum Ausgleich gerne „Trash“: Johanna Süß leitet das Lichter Filmfest Frankfurt International.

          2 Min.

          Um aus einem ehrgeizigen Projekt echte, bezahlte Arbeit zu machen, braucht es erst einmal – viel Arbeit. Das konnte Johanna Süß noch nicht ahnen, als sie, kurz nach der Gründung, zu einem kleinen Grüppchen stieß, das damals soeben die „Lichter Filmtage Frankfurt/Rhein-Main“ gegründet hatte. „Es hat mir gut gefallen, mit wenigen Mitteln viele schöne Dinge zu machen“, sagt Süß im Rückblick auf das Jahr 2009. Dabei ist es geblieben. Nur macht Süß, Jahrgang 1979, die vielen schönen Dinge mittlerweile das ganze Jahr über. Zusammen mit Gregor Maria Schubert, Gründungsmitglied des Lichter Filmfests Frankfurt International, wie es heute heißt, leitet sie das Festival. Aus einem Engagement, in das sie „durch Zufall reingeschlittert“ ist nach dem Studium, ist ein Beruf geworden. Zuerst in Kombination mit anderen Jobs, mittlerweile in Vollzeit.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Ausbau von „Lichter“ sei gut gelungen, sagt Süß. Aber das Festival muss weiter knapp kalkulieren und ist angewiesen darauf, dass das fragile Gleichgewicht aus Fördermitteln, Sponsoren, Einnahmen und ehrenamtlichem Engagement trägt. Da sie „nie in ein Angestelltenverhältnis geraten“ sei, habe sie auch nie die Angst vor einem Jobverlust entwickelt und habe gelernt, „in den Nischen auszukommen“, sagt Süß. Die Nischen von Lichter, mit dem Geschick, Off-Orte für die Filmkunst fruchtbar zu machen, sind inzwischen eine Marke geworden. Geradezu legendär war die Bespielung des alten Turmpalast-Kinos: Mit den Film- und Barabenden namens „Erster Stock“ dort begann das Projekt, Lichter zu einem Vollzeitbetrieb zu machen.

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