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Frankfurter Flughafen : Verdächtiger nach Bombendrohung in Psychiatrie

Nach einer Bombendrohung am Frankfurter Flughafen kontrollieren Einsatzkräfte am Samstag verstärkt Gepäck und Menschen im Terminal 1. Bild: dpa

Nach dem Terroralarm am Frankfurter Flughafen wurde der Hauptverdächtige, ein 38 Jahre alter Slowene, in die Psychiatrie eingewiesen. Er gilt als „nicht vernehmungsfähig“. Unklar ist die Rolle eines unbekannten Dritten.

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          Nach der Evakuierung des Frankfurter Flughafens wegen eines Terroralarms sind die Hintergründe des Vorfalls weiter unklar. Die Bundespolizei teilte inzwischen Details des Hergangs mit, wonach sich zumindest die Rollen der Festgenommenen zu klären scheinen. Als Hauptverdächtiger gilt nach wie vor ein 38 Jahre alter Slowene, der polizeibekannt ist und noch am Abend von Spezialkräften festgenommen wurde. Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag mitteilte, wurde er umfassend verhört, hat sich jedoch als nicht „vernehmungsfähig erwiesen“. Er wurde deshalb in eine Pschiatrie eingewiesen.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bei ihm befand sich eine Frau, die jedoch inzwischen nur noch als Zeugin geführt wird. Die weiteren Ermittlungen konzentrieren sich auf einen noch unbekannten Mann, der sich ebenfalls in dem Terminal aufgehalten haben soll. Zeugen beschrieben ihn mit einer Waffe in der Hand. Diese Angaben konnten bisher jedoch nicht bestätigt werden. Der Slowene soll dem Vernehmen nach der Obdachlosenszene angehören.

          Ausgelöst wurde der Einsatz gegen 17.16 Uhr, als eine Streife der Bundespolizei den Achtunddreißigjährigen in Terminal 1 antraf und ihn aufforderte, einen Mund-Nasen-Schutz anzulegen. Daraufhin soll der Slowene aggressiv geworden sein. Gegenüber den Beamten habe er gerufen „Ich bringe Euch alle um, Allahu Akbar“.

          Fahnung nach mutmaßlich bewaffnetem Mann

          Dann stellte er ein Gepäckstück ab und versuchte zu fliehen, wurde aber kurz darauf von Sicherheitskräften überwältigt. Weil unklar war, was sich in dem Koffer befand, wurde das Terminal 1 geräumt und die Abflughalle B großräumig abgesperrt. Sprengstoffentschärfer öffneten den Koffer, in dem sich jedoch kein gefährlicher Inhalt befand.

          Noch während der Einsatz lief, ging auf der Leitstelle der Polizei ein Hinweis ein, dass ein mutmaßlich bewaffneter Mann im Terminal 1 gesichtet wurde. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, ein Zusammenhang beider Vorfälle sei nicht auszuschließen. Die Absperrungen wurden daraufhin ausgeweitet. Bis in den späteren Abend hinein fahndeten mehr als hundert Einsatzkräfte im gesamten Flughafenbereich nach dem Verdächtigen. Auch der Regionalbahnhof wurde gesperrt. Die Fahndung blieb nach Angaben der Bundespolizei ohne Ergebnis. Die Ermittlungen dauern an. 

          Gegen den Slowenen wird nun unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Über sein Motiv gibt es bislang keine Erkenntnisse.

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