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Kein Sprengstoff gefunden : Frankfurter Flughafen nach Bombendrohung evakuiert

Drohung: Das Terminal 1 des Frankfurter Flughafens wurde geräumt (Symbolbild). Bild: dpa

Ein deponierter Koffer hat am Samstagabend am Frankfurter Flughafen einen Großalarm ausgelöst. Zwei Personen wurden festgenommen. Nach einer möglichen dritten Person wird noch gefahndet.

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          Nach dem Bombenalarm am Frankfurter Flughafen ist der Airport am Samstagabend großräumig gesperrt worden. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, hatten Zeugen beobachtet, wie ein Mann und eine Frau gegen 18 Uhr einen Koffer an der Passkontrolle deponiert hatten und „Allahu akbar“ gerufen haben. Sicherheitskräfte leiteten sofort eine Fahndung ein und evakuierten das Terminal, kurz darauf wurden die beiden mutmaßlichen Täter von Spezialkräften überwältigt und festgenommen. Sie werden zur Stunde verhört. Über ihren Hintergrund ist derzeit nichts bekannt.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.
          Helmut Schwan
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nach Informationen der F.A.Z handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen 38 Jahre alten Slowenen. Über seinen Hintergrund rätselt die Polizei derzeit noch. Er und die Frau sind dem Vernehmen nach aus der Obdachlosenszene bekannt und sollen sich unter anderem als sogenannte Flaschensammler am Flughafen aufgehalten haben. Die Frau hat inzwischen lediglich noch den Status einer Zeugin, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Beide werden zur Stunde immer noch zu der Tat befragt.

          Der Koffer wurde von Sprengstoffexperten geöffnet. Darin befand sich allerdings kein Sprengstoff, auch keine Waffen, wie der Sprecher weiter mitteilte. Dennoch wird er nun auch kriminaltechnisch weiter untersucht.

          Zeugen berichteten, es habe noch eine dritte Person gegeben, die gemeinsam mit dem Paar im Terminal unterwegs gewesen sei. Nach dieser Person wird derzeit noch gefahndet. Solange blieb das Terminal 1 zunächst gesperrt, ebenso der Fernbahnhof. Züge wurden auch nicht über den Fernbahnhof umgeleitet.

          „Durch den Einsatz kam es zu stärkeren Beeinträchtigungen im Flug- und Bahnverkehr am Frankfurter Flughafen“, teilte die Bundespolizei mit. Flugausfälle habe es nicht gegeben, sagte eine Fraport-Sprecherin am späten Abend. Wegen der „leichten Verzögerungen im Flugbetrieb“ sei eine Ausnahmegenehmigung für Starts und Landungen bis 24 Uhr erteilt worden.

          Gegen 20.30 Uhr gab die Bundespolizei das Terminal 1 und auch den Regionalbahnhof wieder frei. Gegen den 38 Jahre alten Mann wird unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung sowie des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Es seien mehr als 100 Bundes- und Landespolizisten sowie unterstützende Zollbeamte am Flughafen im Einsatz gewesen.

          Die Fahndung nach einer dritten Person, die von Zeugen mit einer Waffe in der Hand gesehen worden sein soll, blieb ergebnislos. Der Sprecher der Bundespolizei sagte, man nehme den Hinweis nach wie vor „sehr ernst“. Allerdings habe sich bisher nicht bestätigen können, dass es diesen Mann gegeben hat. Diese Information befinde sich derzeit noch „in der Abklärung“. Über die sozialen Netze wurde noch am Abend ein Video verbreitet, dass Spezialkräfte der Bundespolizei mit gezogenen Waffen zeigte. Dieser Einsatz bezog sich auf die Fahndung nach dem Unbekannten, wie aus Sicherheitskreisen zu hören war.

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