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Frankfurter Europaviertel : Wohnen auf hohem Niveau

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Erster Versuch: Mit diesem Vorschlag kam das Architekturbüro Blauraum im Wettbewerb um den Porsche Design Tower im Europaviertel nur auf den zweiten Platz. Trotzdem erhielt es den Zuschlag für das Projekt. Bild: Simulation Blauraum

Sie heißen „Praedium“ oder „Solid Home“und bieten zur schönen Aussicht viel Komfort: Im Frankfurter Europaviertel entstehen mehrere Türme.

          Im nördlichen Gallus wachsen Türme in den Himmel. Das Europaviertel, geprägt von Wohnbebauung in markanten Quadern, wird höher und höher. Rund um die Europa-Allee stehen schon einige Hochhäuser, und es gibt Neuzugänge. Einer davon ist das Projekt „Solid Home“ des Münchner Unternehmens Bauwerk. Auf dem Grundstück Niedernhausener Straße13 sollte eigentlich bis 2018 das Wohnhochhaus „Cascada“ entstehen. Der damalige Bauherr brach das Projekt jedoch ab, Bauwerk übernahm. Die Architektur, die das Büro KSP Jürgen Engel entworfen hatte, wird aber größtenteils beibehalten. 21Stockwerke stehen abgestuft auf einem u-förmigen siebengeschossigen Sockel.

          Loggien und Terrassen sollen einen Panoramablick über die Frankfurter Skyline und den Taunus bieten. „Solid Home“ soll sich laut einer Sprecherin des Unternehmens „hochwertig und mit zeitlosem Design“ präsentieren. Es wird einen Concierge-Service geben, der auch online funktioniert, sowie eine Elektro-Tankstelle in der Tiefgarage und eine „Smart Home“-Ausstattung, mit der zum Beispiel Wärme und Licht intelligent gesteuert werden. Die Vermarktung läuft bereits. Wie eine Sprecherin von Bauwerk mitteilt, gibt es schon viele Interessenten. Baubeginn wird jedoch erst Ende des Jahres sein.

          2020 soll der Turm fertig werden

          Im nächsten Jahr beginnt an der Europa-Allee außerdem der Bau des ersten europäischen Wohnhochhauses der Marke Porsche Design. Der Turm wird an der Emser Brücke entstehen. Wie ein Sprecher des Vermarkters Hildebrandt Immobilien sagt, ist der Baubeginn im zweiten oder dritten Quartal 2018 zu erwarten.

          Die Architektur wird derzeit noch überarbeitet. Allerdings arbeitet nicht das Büro Grüntuch aus Berlin an den Entwürfen, das den Wettbewerb des Projektleiters P+B vor zwei Jahren gewonnen hatte. Es schlug einen sich nach oben verjüngenden Turm mit markanten schwarzen Balkonen vor. Wie der Sprecher sagt, kümmert sich inzwischen der Zweitplatzierte, Blauraum Architekten, um den Entwurf. Sein Vorschlag ist ein schlanker, eckiger, spiegelnder Turm mit viergeschossigem Sockel und einem zweiten kleineren Nebenturm. Nach Worten des Sprechers wird dieser Entwurf jedoch noch maßgeblich überarbeitet, die Grundidee bleibe aber erhalten. Der Turm werde zwischen 80 und 100 Meter messen. Anders als in Miami, wo schon ein Porsche Design Tower steht, wird es in Frankfurt jedoch keinen Autoaufzug geben, mit dem Bewohner ihren Wagen direkt in die Wohnung fahren können. „Das wird keine Kopie“, sagt der Sprecher. Die Klientel in Deutschland sei eine andere. 2020 soll der Turm fertig werden, derzeit liegt das Baufeld noch brach.

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          Andernorts ist schon fast alles fertig: Das Wohnhochhaus „Praedium“, in dem schon der Innenausbau vorangetrieben wird und wo Wasserspiele auf dem Platz davor gebaut werden, kann noch in diesem Jahr bezogen werden. Das Projekt der Nassauischen Heimstätte besteht aus 242 Eigentumswohnungen und zehn Gewerbeeinheiten. Ein Restaurant wird ebenfalls in den Sockel ziehen. „Praedium“ hat 19Stockwerke, die Fassade ist nach Süden hin mit Balkonen und Terrassen aufgeklappt. Das Frankfurter Architekturbüro Dietz Joppien entwarf das Hochhaus. Das Besondere ist, dass die Wohnungen sehr individuell sind: 52 verschiedene Grundrisse für Ein- bis Fünf-Raum-Wohnungen gibt es auf den 24000 Quadratmetern Wohnfläche. Etwa 128 Millionen Euro investierte die Nassauische Heimstätte, verkauft werden die Wohnungen für Preise zwischen 3200 und 8000 Euro je Quadratmeter. In den oberen Etagen wird es teurer – hier geht der Bauherr auf die Wünsche der Käufer ein, daher werde der Kaufpreis individuell festgelegt, teilte er mit.

          Ein weiterer Turm wird auf dem Baufeld43, direkt gegenüber dem Europapark, entstehen. Noch ist nicht bekannt, ob ein Hotel oder ein Bürohochhaus geplant wird, es läuft ein Ideenwettbewerb des Entwicklers Paulus Immobilien aus München. Laut Bebauungsplan kann das Gebäude bis zu 60Meter hoch werden; es ist für gewerbliche Nutzung vorgesehen. Ende August tagt die Jury des Wettbewerbs und entscheidet über das Grundstück.

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