https://www.faz.net/-gzg-a3xta

Frankfurter Drogenszene : Süchtige auf Spielplätzen

Gefahrenzone? Auf dem Spielplatz am Elsa-Brändström-Platz haben Eltern Heroinspritzen gefunden. Bild: Lucas Bäuml

Im Frankfurter Bahnhofsviertel wird mehr kontrolliert. Die Drogenszene wandert darum auch ins noblere Westend ab. Anwohner berichten nun von Junkies und zurückgelassenen Utensilien auf den Spielplätzen.

          2 Min.

          Für die Eltern, die vor einigen Tagen mit ihren Kindern den Spielplatz am Elsa-Brändström-Platz besuchten, war es ein kleiner Schock: Spritzen und andere Drogenutensilien lagen offen herum, in einer Ecke des Platzes saß ein Abhängiger. Sichtbar für jedermann. Und es war nicht das erste Mal, dass ein Rauschgiftkonsument in dem Wohnviertel gesichtet wurde. Eine Mutter berichtet, sie sei deshalb mit ihrer Tochter noch auf der Schwelle des Spielplatzes wieder umgekehrt. Von anderen Eltern höre sie Ähnliches. Der „Spieli“ sei zur Tabuzone geworden.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.
          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tatsächlich befürchten viele Anwohner, der Drogenkonsum könne aus dem Bahnhofsviertel nun auf angrenzende Stadtteile übergreifen. Schon im Sommer hatten sich Bewohner des Gutleutviertels beschwert. Nun sind es Anwohner des südlichen Westends. Eine Frau, die in der Nähe des Elsa-Brändström-Platzes wohnt, führt die Entwicklung darauf zurück, dass es nicht ausreichend Konsumräume für die hohe Zahl von Suchtkranken gebe. „Diese Entwicklung wird sich vermutlich fortsetzen.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Wir feiern 3 Jahre F+

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Für Hessen sind seit März mehr als 67.500 Impfdurchbrüche identifiziert worden.

          Impfdurchbrüche : Erkältungen und Corona-Infektionen

          In den Wartezimmern der Arztpraxen wird wieder gehustet. Die Patienten klagen über Atemwegsinfekte. Und dann sind da noch diejenigen, die trotz Impfung an Corona erkranken.
          Die Todesanzeige lud zu einer „Stillen Abschiednahme“ ein – in Ermangelung von An- und Zugehörigen.

          Beerdigung ohne Angehörige : Der Alleingänger

          Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Todesanzeige: Neben dem Namen des Toten heißt es, dass er mit weit über 80 in seiner Wohnung verstorben sei und keine An- und Zugehörigen bekannt seien. Wer war dieser Mensch?