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„Dippemess’“ in Corona-Zeiten : Volksfest als temporärer Freizeitpark

Es geht wieder rund: Karussellfahren soll sich anfühlen wie früher. Bild: Marcus Kaufhold

Erstmals seit Pandemie-Beginn findet in Frankfurt ein Volksfest statt. Die Herbst-Dippemess’ ist offiziell ein Freizeitpark. Die Veranstalter erwarten die sicherste und hygienischste Messe der Geschichte.

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          Eine gewisse Rest-Nervosität gesteht Thomas Feda noch immer ein, als er am Dienstag zwischen den ersten Aufbauten für das 40 Meter hohe Riesenrad und dem schon fertig installierten „Break Dancer“ übers Gelände am Ratsweg spaziert. „Ganz ruhig werde ich wohl erst nach dem Freitag wieder schlafen“, sagt der Geschäftsführer der städtischen Tourismus und Congress GmbH. Dann soll die Herbst-Dippemess’ ihre Pforten öffnen, und es bestünde Grund zur Annahme, dass bis zum 19. September Volksfest-Atmosphäre auf dem Festgelände neben der Eissporthalle herrschen kann. In diesen Tagen werden die letzten Bratwurstbuden und auch eine Achterbahn aufgebaut, insgesamt werden rund 90 Betreiber dabei sein, wenn Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) das traditionsreiche Volksfest am Freitag um 14 Uhr eröffnet.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Feda ist ein „gebranntes Kind“, wie er selbst sagt. Zweimal schon stand er seit Pandemiebeginn vor fertig aufgebauten Imbissständen, Karussells, Achterbahnen oder Riesenrädern, ehe eine Frühjahrs- und eine Herbst-Dippemess’ unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung wegen Corona abgesagt wurden. Für die Schausteller waren das die schmerzhaftesten von vielen schwierigen Tagen in den vergangenen 18 Monaten, in denen sie fast ohne jede Möglichkeit zur Ausübung ihres Berufs geblieben waren, ehe in jüngster Zeit beispielsweise der Hamburger Dom oder auch ein Volksfest in Worms wieder Möglichkeiten zum Geldverdienen in größ0erem Ausmaß boten. „Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt wieder eine Perspektive haben und auch mehr Planungssicherheit bekommen“, sagt Thomas Roie, Vorsitzender des Schaustellerverbands Frankfurt/Rhein-Main. Er betont, dass die Politik die rund 5000 Unternehmer in seiner Branche finanziell gut unterstützt und somit vor der Insolvenz bewahrt habe, dass jetzt aber die Zeit sei, nach Regelungen zu suchen, die Schaustellern das Arbeiten planbar ermöglichten.

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