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Demos vor „Pro Familia“-Büros : Bündnis fordert Schutzzonen um Beratungsstellen

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Mahnwache: Immer wieder demonstrieren Abtreibungsgegner wochenlang vor der Beratungsstelle von „Pro Familia“ in Frankfurt Bild: Ly, Martin

Immer wieder demonstrieren Abtreibungsgegner vor Beratungsstellen von „Pro Familia“. Ein Frankfurter Bündnis fordert nun Schutzzonen, so wie sie die Stadt Gießen prüft.

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          Das Bündnis „Frankfurt für Frauenrechte“ hat seine Forderung unterstrichen, um Beratungsstellen von „Pro Familia“ Schutzzonen einzurichten, in denen nicht demonstriert werden darf. Mahnwachen von Abtreibungsgegnern seien unterschwellig aggressiv und würden manche ratsuchende Frauen massiv beeinträchtigen, sagte Claudia Hohmann, Sprecherin des Bündnisses und Geschäftsführerin von „Pro Familia“ Frankfurt,in Frankfurt. Seit 2017 halten christliche Abtreibungsgegner zweimal im Jahr 40 Tgae dauernde Mahnwachen vor der Beratungsstelle ab. Die Stadt Gießen prüft schon, ob solche Schutzzonen eingerichtet werden können.

          Das Bündnis leistet seit März 2018 dagegen Widerstand und will eine Schutzzone im Umkreis von 150 Metern um die Einrichtung, wo sich Frauen zu Schwangerschaftsabbrüchen beraten lassen können. Die Frauen müssten auf dem Weg zur Beratung direkt an den Abtreibungsgegnern vorbei, deren Gebete und Gesänge seien noch im Beratungszimmer zu hören.

          Unterstützung aus der Zivilgesellschaft

          Hoffnung gebe die Ankündigung der schwarz-grünen Landesregierung, die Möglichkeit solcher Schutzzonen rechtlich prüfen zu lassen. Auch in Gießen und Wiesbaden gibt es Proteste von Abtreibungsgegnern.

          Im vergangenen Jahr hat sich das Bündnis den Abtreibungsgegnern mit eigenen Kundgebungen entgegengestellt. Es habe viel Unterstützung aus der Zivilgesellschaft und von mehr als 1000 Privatpersonen gegeben, hieß es am Dienstag. In der kommenden Fastenzeit ab 6. März sind laut Frankfurter Ordnungsamt wieder tägliche Mahnwachen von Abtreibungsgegnern angemeldet. Das Bündnis will seine Aktionen diesmal anderswo in der Stadt abhalten, um Mitarbeiterinnen und ratsuchende Frauen nicht zusätzlich zu belasten.

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